Leben mit dem Wort – August 2009
Kernsätze
In den letzten Augenblicken, die Jesus vor seinem Leidensweg mit den Jüngern verbringt, zeigt er ihnen so deutlich wie nie zuvor, welche Liebe er seit jeher für sie empfindet.
Jesus will den Menschen nicht nur seine außergewöhnlichen Worte, nicht einmal nur seine Wunder und Werke schenken, sondern auch sein Leben. So befreit er uns von der Sünde und öffnet uns den Zugang zum Himmelreich.
In diesem Wort liegen sowohl die kraftvolle Liebe eines Gottes als auch die feinfühlige Zuneigung eines Bruders. Da Christus in uns lebt, können auch wir Christen so lieben.
Im Zusammenhang
Dieses Wort steht am Anfang des Abschieds Jesu von seinen Jüngern – den Kapiteln 13 bis 17 bei Johannes. Es könnte deshalb auch als Titel für diese fünf Kapitel verstanden werden.
Nur ein paar Beispiele: Jesus erweist seine Liebe zu den Jüngern, indem er ihnen die Füße wäscht (13,1-20); indem er zusagt, ihre Gebete zu erhören (14,13f); indem er ihnen den Heiligen Geist als Tröster und Wegweiser zusagt (14,25-31); indem er ihnen das Gebot der gegenseitigen Liebe gibt (15,12-17); indem er sie auf die kommenden Schwierigkeiten hinweist (15,18-16,4); indem er schließlich – am Ende der Abschiedsreden – sein Vermächtnis hinterlässt und um die Einheit der Gläubigen bittet (17,20-26). All das sind Facetten der „Liebe in Vollendung“, die Jesus seinen Jüngern und uns allen schenkt. Es lohnt sich, die Abschiedsreden einmal unter diesem Blickwinkel zu lesen.
(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Juli/August 2009)
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