10. April 2010

Orthodoxie in Deutschland

Von nst_xy

Die orthodoxen Kirchen in Deutschland gründeten eine gemeinsame Bischofskonferenz.

Einstimmig haben die orthodoxen Bischöfe Deutschlands die Gründung einer Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland beschlossen. Die konstituierende Sitzung fand am 27. Februar in der
Rumänischen Metropolie in Nürnberg statt. Damit setzen die orthodoxen Diözesen in Deutschland die
Vorgaben der IV. Panorthodoxen Konferenz um, die im Juni 2009 in Chambésy bei Genf getagt und
die Errichtung solcher Bischofskonferenzen in der orthodoxen Diaspora beschlossen hatte.1) Die
Aufgabe und Verantwortung dieser Bischofskonferenzen wurde dabei mit der „Sorge um die Sichtbarmachung der Einheit der Orthodoxie und die Entfaltung gemeinsamen Handelns aller Orthodoxen in jeder Region“ beschrieben. Das neue Gremium besteht aus zehn Bischöfen und fünf Weihbischöfen und
repräsentiert rund 1,5 Millionen in Deutschland lebende orthodoxe Christen verschiedener Herkunft
und Tradition. Damit bilden die in Deutschland vertretenen orthodoxen Diözesen eine einzige Orthodoxe Kirche und können nun noch mehr als zuvor einvernehmlich handeln.
In Deutschland existiert bereits seit 1994 ein gesamtorthodoxes Organ: ein Verband der Diözesen, der den Namen „Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland“ (KOKiD) trug. Die KOKiD mit ihren verschiedenen Referaten wird ihre Arbeit auch weiterhin fortsetzen, aber jetzt als Ausführungsorgan der neu gegründeten Bischofskonferenz.
Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland ist Metropolit Augoustinos Labardakis
vom Ökumenischen Patriarchat. gba
1) Wir berichteten in NEUE STADT, September 2009, S. 31

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, April 2010)
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