Leben mit dem Wort – Juli 2010
Kernsätze
- Die Begegnung mit Jesus ist wie eine kostbare Perle. Sie ist eine einzigartige Gelegenheit, für die es sich lohnt, alle Kräfte einzusetzen.
- Wenn Jesus etwas von uns fordert, stellt er gleichzeitig ungleich viel mehr in Aussicht. Er versichert uns, dass wir einen Schatz in Händen halten werden, der uns für immer reich macht.
- Dieses Wort ist eine Einladung, alles zurück zu stellen, das in unserem Herzen den Platz Gottes einnehmen kann: Karriere, Beziehung, Studium, Haus, Beruf, Sport und Vergnügen.
Im Zusammenhang
Das 13. Kapitel enthält die dritte der fünf großen Reden Jesu, die Matthäus überliefert. Sie entfaltet in Gleichnissen das Thema von der kommenden und in Jesus schon angebrochenen Gottesherrschaft. Der Bibelwissenschaftler Gian Franco Ravasi schreibt in seiner Einführung zum Matthäusevangelium: „Jesu Sprechen besteht aus einem untrennbaren Ineinander von Bildern und Botschaft. Gerade das macht seine Worte unvergesslich, es verleiht ihnen einschneidende, den Menschen verändernde Wirkung“ (Gian Franco Ravasi, Das Evangelium nach Matthäus, Verlag Neue Stadt, 1992, S. 106). Er wendet sich dagegen, die Kraft der Gleichnisse geringer zu bewerten als die von Predigten.
Zum Gleichnis von der Perle erläutert er: Jesu „Bild von der Perle … trägt eine Botschaft in sich, weil es schon im Alten Testament als Symbol für die Weisheit verwendet wurde. Diese ist die kostbarste aller Perlen, sie übertrifft alle Schätze dieser Welt. Unschätzbar ist der Wert der Weisheit; alles Gold der Erde nimmt sich neben ihr wie ein Staubkorn aus. So liegt die Aussage des Gleichnisses von der kostbaren Perle auf der Hand: Jesus unterstreicht den unübertreffbaren Wert, den absoluten Vorrang des Gottesreiches.“ (ebd. S. 110, Bestellen)
(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Juli/August 2010)
Ihre Meinung ist uns wichtig, schreiben Sie uns! Anschrift und Email finden Sie unter Kontakt.
© Alle Rechte bei Verlag Neue Stadt, München