Kirchen kommen sich näher
Partnerschaftsvertrag zwischen Schweizerischem Kirchenbund und Evangelischer Kirche in Deutschland
Ein Spitzentreffen zwischen dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat in Hannover einen Partnerschaftsvertrag auf den Weg gebracht. Zu dem ersten offiziellen Treffen kamen Anfang April der Präsident des SEK, Gottfried Locher, sowie der Ratspräsident der EKD, Nikolaus Schneider, in Hannover zusammen.
Die Vereinbarung sieht vor, zu theologischen und ethischen Themen wie zu Fragen des kirchlichen Lebens grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten. „Dieser Partnerschaftsvertrag ist ein Meilenstein in der Beziehung unserer Kirchen. Möglich wurde er durch das große gegenseitige Vertrauen“, so Locher.
Locher und Schneider haben vereinbart, dass evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer aus der Schweiz sich künftig auf Auslandsstellen der EKD bewerben können. Außerdem veranstalten die Evangelischen Kirchen in Deutschland und der Schweiz in den kommenden Jahren an verschiedenen Orten Feierlichkeiten zum 500. Jubiläum der Reformation. Zu den wichtigsten Terminen zählt das Gedenken an Martin Luther 2017 in Wittenberg sowie an Ulrich Zwingli 2019 in Zürich. Das Spitzentreffen bekräftigte die gemeinsamen Ziele der Reformationsdekade und beschloss eine Verstärkung der Kooperation.
Unmittelbar vor den kommenden Vollversammlungen der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) im September in Florenz sowie der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) 2013 in Budapest verständigten sich SEK und EKD außerdem über die gemeinsamen Vorstellungen und Ziele für die beiden wichtigsten kirchlichen Bünde in Europa. gba
(erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Mai 2012)
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