15. Mai 2013

„Heiligkeit und Heiligung“

Von nst1

Dialog zwischen der EKD und der Rumänischen Orthodoxen Kirche

Die Heiligkeit der Kirche sei nicht nur im geistlichen Wachstum der Glaubenden erfahrbar, sondern auch in der Hinwendung zu denjenigen Menschen, deren Lebensentwurf scheitere. Dies betonten Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Rumänischen Orthodoxen Kirche zum Abschluss ihrer „Theologischen Dialogbegegnung“, die vom 13. bis 17. März im Kloster Drübeck (Sachsen-Anhalt) stattfand.

Unter der Leitung von Bischof Martin Schindehütte, dem Leiter der Ökumene und Auslandsarbeit der EKD, und Metropolit Serafim von Deutschland war es bereits die 13. Begegnung beider Kirchen seit 1979. Sie stand ganz unter dem Thema „Heiligkeit und Heiligung“. Ein erheblicher Teil der Begegnung war laut Abschlusskommuniqué der Frage der Heiligenverehrung gewidmet. Beide Seiten hoben hervor, dass eine Verständigung über die Theologie der Heiligenverehrung beziehungsweise der Heiligenanrufung in beiden Kirchen trotz mancher Unterschiede möglich sei. Beide Kirchen bekennen, dass Jesus Christus der einzige Mittler der Christen bei Gott ist und dass die im Glauben Entschlafenen (1 Thess 4,15) zusammen mit den Lebenden eine Gemeinschaft in Jesus Christus bilden. Weiter heißt es: „In der evangelischen Kirche gibt es die Anrufung der Heiligen nicht. In der orthodoxen Kirche ist die Anrufung der Heiligen auf das Erlösungsgeschehen durch Jesus Christus bezogen.“

Bischof Schindehütte unterstrich, dass dieser Dialog in außerordentlicher „Weise theologische Tiefe mit persönlicher Begegnung und gottesdienstlicher Erfahrung“ verbinde.
gba

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Mai 2013 )
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