17. Juli 2014

„Reformationsstadt Europas“

Von nst1

Zürich trat als zweite Stadt einem neuen Netzwerk bei.

Die Zwinglistadt Zürich darf sich seit Mitte Mai offiziell „Reformationsstadt Europas“ nennen. Den Titel hat ihr die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) verliehen. Er ist Teil des Projekts „Europa reformata: 500 Jahre Reformation in Europa“, dessen Umsetzung die GEKE-Vollversammlung 2012 in Florenz beschlossen hatte.

Die Reformation war ein epochaler geschichtlicher Prozess, der das ganze europäische Christentum verändert hat, heißt es in der Projektbeschreibung. Weil sich die Reformation in der Anfangsphase vor allem von den Städten aus territorial ausbreitete, will das Projekt nun ein Städte-Netzwerk quer über den Kontinent schaffen.

Die Mitgliedskirchen der GEKE waren eingeladen, Städte aus ihrem Bereich vorzuschlagen. Sie sollten darstellen, worin das besondere Gepräge als Stadt der Reformation besteht, und dann mit Partnern vor Ort überlegen, wie der besondere Charakter als Reformationsstadt über die Grenzen des kirchlichen Milieus hinaus in die Öffentlichkeit getragen werden kann. So will die GEKE die kulturelle, politische und gesellschaftliche Auswirkung der Reformationsbewegung bis heute neu ins Blickfeld rücken.
Zürich gilt nach Wittenberg und Genf als einer der wichtigsten Orte reformatorischer Aufbrüche des 16. Jahrhunderts und ist nach dem ostfriesischen Emden die zweite Stadt, die den Titel „Reformationsstadt Europas“ tragen darf.
Gabi Ballweg

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Juli/August 2014)
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