16. Juli 2014

The Common Linnets, Alex Bosse, Imelda May, und Sam Smith

Von nst1

Vier neue CDs

The Common Linnets “Calm After The Storm”
Zwei Stimmen, zwei Gitarren, dreizehn zurückhaltende und doch emotionale Songs über Schmerz, Unglück, Hoffnung, Trost, Liebe. Ilse DeLange und Waylon aus den Niederlanden sind „The Common Linnets“. Die Folk- und Country-Band nutzt den Namen eines bescheidenen Singvogels der niederländischen Heidelandschaft. Passend dazu schafften sie es mit „Calm After The Storm“ beim diesjährigen Eurovision Song Contest auch ohne große Show auf Platz 2.

Alex Bosse – „Kraniche – Live in Hamburg”
Von den Vögeln ist der Kranich Symbol für Glück und Langlebigkeit. „Kraniche“, sein fünftes Album, hatte „Aki“ Bosse, Rocksänger des deutschsprachigen Indiepop, schon 2013 herausgebracht. Jetzt ist ein Live-Mitschnitt eines Konzerts in Hamburg mit 7000 Besuchern als CD/DVD erschienen. Auftritte sind die große Stärke des Songwriters und Gitarristen: Dann singt, springt, tanzt, schwitzt Bosse und gibt für sein mitfeierndes Publikum alles.

Imelda May – „Tribal“
Die Irin Imelda May trat schon mit 16 in Dublins Pubs auf. Look und Frisur mit Tolle verraten ihren Stil: Neo-Rockabilly, den sie mit Jazz-, Blues- oder düsteren Waltz-Elementen mischt. So auch auf dem Album „Tribal“, das größenteils kräftig rockig, aber auch mal punkig, mal träumerisch daherkommt. Ihrer kraftvollen Stimme zuzuhören macht Spaß. Die meisten Stücke bringen einen ordentlich in Schwung.

Sam Smith – „In The Lonely Hour“
In Großbritannien ist Sam Smith der große Aufsteiger. Die Kombination aus Pop und Soul, die gefühlvollen Songs und seine soulige Stimme begeistern mittlerweile auch diesseits des Kanals. „In the Lonely Hour“ ist das Debütalbum des 22-Jährigen. Die Lieder erzählen von unerwiderter Liebe. Entsprechend melancholisch, nie aber depressiv, sind Musik und variantenreiche Stimme: Seine mehrjährige Gesangsausbildung zahlt sich aus!
Clemens Behr

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Juli/August 2014)
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