Coralie Clément – „La Belle Affaire“, Alexa Feser – „Gold von morgen”, Yevgeny Kutik – „Music from the Suitcase”, Hozier – „Hozier”
Vier neue CDs
Coralie Clément – „La Belle Affaire“
Nach sieben Jahren bringt Coralie Clément ihr neues Album heraus; die Texte – durchgehend französisch – hat sie erstmals selbst geschrieben. Über die größtenteils beschwingten Arrangements mit warmem Bass, Gitarre, Banjo, Klavier und Spieldosenklängen tanzt die Stimme der Sängerin: sanft, zerbrechlich und doch eindringlich, oft wie sprechend gesungen. Neben Fröhlichkeit schwingt ein Hauch Melancholie mit.
Alexa Feser – „Gold von morgen”
Die deutsche Singer-Songwriterin Alexa Feser möchte emotional verstanden werden und „aus Wunden Weisheiten machen“. Vor allem Freunde des deutschsprachigen Pop wird ihr Debütalbum begeistern. Mit ihrem Klavier und leicht herber Stimme erzählt sie vom Glück, das man vor sich hat und doch nicht sieht, vom Suchen, ohne finden zu wollen. Nicht tiefgründiger als was man hineininterpretiert, präzise formuliert, positiv gestimmt und radiotauglich.
Yevgeny Kutik – „Music from the Suitcase”
Als Yevgeny Kutiks Familie 1990 aus der heutigen Ukraine in die USA emigrierte, konnte sie nur zwei Koffer mitnehmen. Einer davon war voller Noten, darunter wenig bekannte Miniaturen für Violine aus der russischen Folklore, von Eschpai über Rubinstein, Swiridow bis Tschaikowsky. Voller Fantasie und Poetik, lebendig und emotional interpretiert, fühlt man sich in eine vergangene Zeit versetzt. Begleitet wird Kutik vom Pianisten Timothy Bozarth.
Hozier – „Hozier”
Der 23-jährige Sänger und Multi-Instrumentalist Andrew Hozier-Byrne aus Irland empört sich im Song „Take Me To Church“ über eine Kirche, die Menschen zu Sündern degradiert. Das Video dazu mahnt gegen die Diskriminierung von Homosexuellen. Seine Texte sind Poesie in lebendiger Bildsprache; die Stimme ist erfüllt von Sehnsucht und der Leidenschaft von Gospel und Blues. Auch wenn man selbst andere Erfahrungen mit Kirche gemacht hat: Hoziers Musik ist großartig!
Barbara Fuchs
(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, November 2014)
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