Arm und Reich

Wer ist denn arm?

Absolute oder extreme Armut meint ein Leben am äußersten Rand der Existenz. Betroffene können lebenswichtige Grundbedürfnisse nicht befriedigen. Wer absolut arm ist, kämpft um das tägliche Überleben.
Die Weltbank setzt die Grenze bei einem Einkommen von 1,25 US-Dollar pro Tag an. Weltweit sind etwa 1,2 Milliarden Menschen betroffen, die meisten haben sogar deutlich weniger als einen Dollar zu Verfügung.

Relative Armut beschreibt Armut in Wohlstandsgesellschaften. Man versteht darunter eine Unterversorgung an materiellen und immateriellen Gütern und eine Beschränkung der Lebenschancen im Verhältnis zum jeweiligen Umfeld. Wer relativ arm ist, hat deutlich weniger als die meisten anderen. Sein Einkommen reicht in vielen Fällen nicht aus, um ein annehmbares Leben zu führen. Nach EU-Standard gilt als relativ arm oder armutsgefährdet, wer weniger als 60% des mittleren Einkommens zur Verfügung hat.
In Deutschland lag die Armutsgefährdungsquote 2016 bei 15,7 Prozent, in Österreich bei 18 Prozent. In der Schweiz waren 2015 15,6 Prozent armutsgefährdet.

Bemerkenswert!
Für Reichtum gibt es keine allgemein anerkannte Definition. Meist wird darunter ein gewisser Überfluss an materiellem Besitz – und damit auch Möglichkeiten und Freiheiten – verstanden.

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Januar/Februar 2018)
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