Unsere Nachrichtenauslese

Buddhisten und Christen gemeinsam auf dem Pfad der Gewaltlosigkeit: So das Thema des 6. buddhistisch-christlichen Dialogforums Mitte November in Taiwan. Der Dialog habe große Fortschritte gemacht, aber es bleibe noch viel zu tun, betonten die rund 80 Teilnehmer in ihrer Abschlussbotschaft. Ethnische, kulturelle und religiöse Zugehörigkeiten führten mancherorts zu Spaltungen, gleichzeitig würden viele Menschen zunehmend ihrer Rechte beraubt und zu Bürgern zweiter Klasse in ihrem eigenen Land.

Aussöhnung: Unierte Protestanten und lutherische Freikirchen. Die Union Evangelischer Kirchen (UEK) und die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) haben bei einem gemeinsamen Gottesdienst in Berlin die Aussöhnung der beiden Kirchen betont. UEK-Kirchenpräsident Christian Schad  und SELK-Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. verlasen dabei einen „Brief an die Gemeinden“ und unterzeichneten ein „Gemeinsames Wort“ beider Kirchen.

Augsburger Friedenspreis an LWB-Generalsekretär verliehen. Der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes, Pfarrer Martin Junge, ist mit dem Preis „Augsburger Friedensfest“ 2017 ausgezeichnet worden. Bei einem Festakt unterstrich er den Friedenscharakter der Religionen und wandte sich gegen eine Instrumentalisierung des Glaubens. Der Preis geht alle drei Jahre an Persönlichkeiten, die sich um ein tolerantes und friedvolles Miteinander verdient gemacht haben.
www.friedensstadt-augsburg.de

Einen neuen Europäischen Konvent hat Kardinal Reinhard Marx vorgeschlagen, um die europäische Idee wieder mit Leben zu füllen. Es sei wichtig, „Räume des Dialogs für den ganzen Kontinent“ zu schaffen, sagte er auf einem Kongress mit dem Titel „(Re)thinking Europe“ im Vatikan. An der zweitägigen Dialogveranstaltung nahmen etwa 350 Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft aus allen 28 EU-Mitgliedsstaaten teil.
www.europe-infos.eu/rethinking-europe

Die Verstärkung des interreligiösen Dialogs ist aus Sicht des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. Voraussetzung für die Wiederherstellung der friedlichen Koexistenz im Nahen Osten wie auch in anderen Krisenregionen. Der Patriarch von Konstantinopel äußerte sich Anfang November bei einer zweitägigen internationalen „Konferenz für religiösen und kulturellen Pluralismus“ in der griechischen Hauptstadt Athen.

Seelsorgedienst im Internet optimiert: Das niederschwellige Beratungsangebot der reformierten und katholischen Kirchen Zürichs, „Seelsorge.net“, will Menschen in schwierigen Lebensphasen per E-Mail helfen. Eine neue Seite ermöglicht Hilfesuchenden einen direkteren Zugang zu den Fachpersonen. Aktuell beraten 17 ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger Menschen in schwierigen Lebenssituationen: kostenlos, anonym und ungeachtet der religiösen Zugehörigkeit.
www.seelsorge.net

Neuer Masterstudiengang „Transformationsstudien: Öffentliche Theologie & Soziale Arbeit“ an der CVJM-Hochschule Kassel: Ab dem Wintersemester 2018 sollen Fach- und Führungskräfte befähigt werden, Veränderungsprozesse aktiv und kreativ zu gestalten und soziale Innovation anzuregen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Kooperationen, die sich zwischen den beiden Arbeitsfeldern gebildet haben oder noch im Entstehen sind, und neuen ökumenischen Allianzen.
www.cvjm-hochschule.de/

Versöhnte Einheit zwischen den verschiedenen Kirchen und Kulturen sowie Solidarität und Integration in Europa: Dazu will das ökumenische Netzwerk
Miteinander für Europa “ beitragen. Im Mittelpunkt seines jährlichen Treffens Anfang November in Wien standen Überlegungen zu einer „Kultur der Begegnung und des Dialogs zwischen Ost und West“. 130 Vertreter von 44 Bewegungen, Gemeinschaften und Vereinigungen aus Ost und West haben teilgenommen und auch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Miteinanders reflektiert.
www.miteinander-wie-sonst.org
www.together4europe.org/de

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Januar/Februar 2018)
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