WORT DES LEBENS.PLUS

Bibel-Teilen

In unserer „Wort des Lebens“-Gruppe nutzen wir die Methode des Bibel-Teilens. Zu acht Frauen, fast alle mit kleinen Kindern von null bis vier Jahre, kommen wir in Zürich einmal im Monat zusammen. Der klare Ablauf vereinfacht das Miteinander: Sieben Schritte führen durch die Begegnung; die leitende Person tritt so in den Hintergrund. Jede Teilnehmerin ist gleichermaßen einbezogen.

1 Christus begrüßen – sich zu ihm setzen
Wir beginnen mit einem freien Gebet, das eine von uns spricht. Das öffnet die Herzen dafür, dass Jesus unter uns ist. Wir schließen auch die mit ein, die diesmal nicht kommen können.
2 Lesen – das Wort Gottes verkünden und hören
Wir wechseln uns ab, wenn wir zusammen laut den Kommentar zum „Wort des Lebens“ lesen.
3 Sich ansprechen lassen – den verborgenen Schatz heben
Jede greift eine oder zwei kurze Textstellen heraus, die sie besonders angesprochen haben, und wiederholt sie dreimal, jeweils mit einer kurzen Stille dazwischen.
4 Miteinander schweigen – die Gegenwart Gottes wahrnehmen
Stille: Zeit zum persönlichen Gespräch mit Gott, zum Hinhören, was er mir sagt.
5 Sich mitteilen – gemeinsam Gott begegnen durch die anderen
Wir tauschen uns darüber aus, wie wir im Alltag gelebt haben, was wir uns beim letzten Mal vorgenommen hatten. Herausforderungen mit den Kindern, Verwandten, Nachbarn, dem Partner fließen mit ein. Wo hilft uns das „Wort des Lebens“, durch die Schwierigkeiten zu gehen? Jede erzählt etwas. Andere gehen darauf ein, geben Tipps. Das verbindet.
6 Handeln – sich senden lassen
Wir besprechen, welcher Satzteil vom „Wort des Lebens“ uns am besten helfen kann, mit Gott den Alltag zu meistern, und nehmen ihn als Motto für den nächsten Monat.
7 Beten – alles vor Gott bringen
Im freien Gebet nehmen wir auf, was jede eingebracht hat – Dank, Sorgen, Anliegen – und bitten Gott um Hilfe und Begleitung.

Das Bibel-Teilen wurde in den 1970er-Jahren am Lumko-Pastoralinstitut in Südafrika entwickelt. Wir haben es etwas abgewandelt. Diese Art Schriftgespräch trägt bei, die Gemeinschaft unter uns wachsen zu lassen.
Christine Bachmann

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Mai/Juni 2018)
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