18. Mai 2021

9 Fragen an Schwester Nicole Grochowina

Von nst5

Sr. PD Dr. Nicole Grochowina, Hamburg

Foto: privat

Sr. Nicole Grochowina, 1972 in Hamburg geboren und dort auch aufgewachsen, ist evangelische Ordensschwester und habilitierte Historikerin. Sie gehört zur Communität Christusbruderschaft Selbitz, arbeitet an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg und ist auf zahlreichen Feldern der Ökumene unterwegs. Dazu gehören das deutsche und europäische Leitungsteam von „Miteinander für Europa“, der Arbeitskreis Ordenstheologie der Deutschen Ordensobernkonferenz und der Ökumene-Fachausschuss der bayerischen Landeskirche. Zudem vertritt sie die Gemeinschaften und Bewegungen in der bayerischen Landessynode und in der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Worüber ich lachen kann?
Über Witze, die eine überraschende und schöne Sprache haben

Was mich ärgert?
Kenntnisfreie Rechthaberei und Ungerechtigkeit

Mein wichtigstes Erlebnis?
Der Nachmittag auf meinem heimischen Sofa, an dem ich verstanden habe, dass ich alle Freiheit habe, zwischen Uni und Kloster zu wählen. Und dann habe ich entschieden, dass ich in die Communität eintrete.

Meine Schwächen?
Bisweilen bin ich zu schnell, zu forsch und ein bisschen erbarmungslos.

Meine Stärken?
Reden, argumentieren, organisieren, durchkämpfen, Menschen an Bord halten

Mein Lieblingsort?
Sämtliche Orte in Neuseeland

Was ich Europa wünsche?
Die Rückkehr zur ersten Liebe und damit zum Traum vom gemeinsamen „Haus Europa“, das offene Türen hat, nach innen keine Abstriche an diesem Traum macht und nach außen aus ihm lebt.

Woraus ich Kraft schöpfe?
Aus dem Gebet und der spürbaren Beheimatung in Gott. ER erhält meine Seele am Leben.

Was mir Sorgen macht?
Egozentrik in allen Formen: individuell, gesellschaftlich, politisch, „querdenkerisch“

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Mai/Juni 2021)
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