2. August 2021

9 Fragen an Margaret Karram

Von nst5

Margaret Karram, Haifa / Rocca di Papa

Foto: (c) CSC audiovisivi

Margaret Karram, 1962 in Haifa/Israel geboren, ist seit dem 1. Februar 2021 Präsidentin der Fokolar-Bewegung. Die Araberin und katholische Christin hat Judaistik an der Hebrew University of Los Angeles (USA) studiert. Über viele Jahre hinweg hat sie sich für den Dialog zwischen Juden, Christen und Muslimen eingesetzt und dafür mehrere Auszeichnungen erhalten. Sie spricht Arabisch, Hebräisch, Englisch und Italienisch.

Worüber ich lachen kann?
Kleine Kinder bringen mich zum Lachen! Die Spontaneität und Unbefangenheit, mit der sie ihre ersten Worte stammeln, tun mir einfach gut.

Was mich ärgert?
Durcheinander! Ich kann nicht damit leben, wenn mein Büro oder ein Schrank oder meine Wohnung unordentlich ist. Ich liebe Harmonie, und Ordnung entspannt mich.

Mein wichtigstes Erlebnis?
Meine Erstkommunion, als ich zum ersten Mal die Gegenwart von Jesus in mir spürte. Ein wirklicher Festtag mit meiner Familie – innerlich und äußerlich.

Meine Stärke?
Der Umgang mit anderen fällt mir leicht, egal, ob es Kinder sind oder Persönlichkeiten.

Meine Schwäche?
Ich bin ein emotionaler Typ und schnell innerlich bewegt. Wenn mir Menschen etwas anvertrauen, möchte ich geradezu in das eintreten, worüber sie sprechen. Das hilft, echte Beziehungen zu schaffen, lässt mich aber auch leiden.

Meine Reaktion auf die Wahl zur Präsidentin der Fokolar-Bewegung?
 „Hier bin ich!“ Ich sagte Jesus, dass ich bereit sei, ihm neu mein Leben zu schenken in dem, was er jetzt von mir möchte.

Mein Lieblingsort?
Zweifellos das Meer. Es gibt mir ein Gefühl von Unendlichkeit, Frieden und Schönheit. Am Meer habe ich auch schon Gedichte geschrieben – eine meiner Leidenschaften.

Woraus ich Kraft schöpfe?
Aus dem Gebet, aus meiner Beziehung zu Gott. In schwierigen Situationen wende ich mich an ihn. Ich spüre, dass er mir zuhört und mich durch den Tag und in der Beziehung zu den Menschen leitet.

Was mir Sorgen macht?
Es gibt immer noch Kriege und so viel Ungerechtigkeit. Es beunruhigt mich, dass man immer noch Mauern baut, anstatt sie einzureißen.

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Juli/August 2021)
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