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Unsere Nachrichtenauslese
Foto oben: (c) Vatican Media
Die evangelisch-lutherische Kirche in Österreich wird künftig von einer Frau geleitet. Die Synode der Kirche wählte die 54-jährige Theologieprofessorin Cornelia Richter zur ersten Bischöfin in der Geschichte der Kirche. Sie tritt ihr Amt im November an und zeigt sich überzeugt: „Diese Kirche hat Zukunft.“ Auch wenn die Mitgliederzahl der evangelischen Kirche weiter zurückgehen sollte, brauche es eine markante Stimme des evangelischen Christentums in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Kultur. Cornelia Richter stammt aus Oberösterreich. Seit 2012 lehrt sie an der Universität Bonn. In Österreich leben rund 237 000 evangelisch-lutherische Christinnen und Christen.
evang.at
Katholische Entwicklungsorganisationen verlangen angesichts der Herausforderungen durch den Klimawandel einen umfassenden Schuldenerlass für arme Länder. Der Appell des Entwicklungshilfe-Netzwerk CIDSE, zu dem auch Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gehören, verweist darauf, dass 69,4 Prozent der globalen Klima-Maßnahmen über Kredite finanziert würden. Mit den Folgekosten von Naturkatastrophen führe dies dazu, dass sich arme Länder noch höher verschuldeten. Es gelte die Länder, die am stärksten von der Klimakrise betroffen seien und am wenigsten dazu beigetragen hätten, „aus der heimtückischen Schulden-Klima-Falle zu befreien“.
cidse.org
Viele Vertreibungskrisen erfahren medial und politisch zu wenig Aufmerksamkeit. Acht der zehn am meisten vernachlässigten Krisen des vergangenen Jahres spielten sich in Afrika ab, so der Norwegian Refugee Council. Am stärksten unterbelichtet war demnach die Lage von Vertriebenen und Geflüchteten in Kamerun. Auf Platz zwei steht Äthiopien, gefolgt von Mosambik. In der jährlichen Rangliste untersucht die norwegische Hilfsorganisation Vertreibungs- und Flüchtlingskrisen anhand von drei Kriterien: der Finanzierung der humanitären Hilfe, der medialen Aufmerksamkeit und den politischen Bemühungen für eine Lösung der Krise.
nrc.no
Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios, ist mit dem Ökumenischen Preis der Katholischen Akademie in Bayern und dem Abt-Emmanuel-Heufelder-Preis der Benediktinerabtei Niederaltaich ausgezeichnet worden. Der evangelische Bischof Heinrich Bedford-Strohm sagte in seiner Laudatio, Bartholomaios verkörpere „das Beste, was religiöse Führung sein kann: weder sektiererisch noch selbstbeschützend, sondern prophetisch, offen und tief verwurzelt in Mitgefühl“. In seinen Dankesworten sagte der Patriarch: „Unsere Identität wird durch Öffnung zum anderen nicht gefährdet.“ Echter Dialog kenne keine Verlierer.
kath-akademie-bayern.de

Papst Leo XIV. hat Anfang Juni die Leiterinnen und Leiter kirchlicher Bewegungen, Vereinigungen und neuer Gemeinschaften empfangen. Er hob die zentrale Bedeutung der Charismen für das Leben der Kirche hervor und betonte ihre Funktion als „Sauerteig der Einheit, der Gemeinschaft und der Geschwisterlichkeit“. Die Institutionen der Kirche vermittelten die Gnade Gottes durch Sakramente, Wortverkündigung und Seelsorge. Die Charismen hingegen würden vom Heiligen Geist frei geschenkt, um diese Gnade in vielfältiger Weise fruchtbar werden zu lassen. Die Charismen seien kein Selbstzweck, sondern Mittel zur Begegnung mit Christus und zur Vertiefung des Glaubens.
kath.ch
Maximilian Zimmermann (44) wird neuer Generalsekretär des Bunds Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG). Der gebürtige Münchner wurde vom Präsidium der BEFG berufen und tritt sein Amt am 1. April 2026 an. Zum BEFG gehören nach eigenen Angaben bundesweit rund 800 Baptisten- und Brüdergemeinden. Sein Sitz ist in Wustermark. Zimmermann ist Professor für Systematische Theologie an der Theologischen Hochschule Elstal. „Als Gemeinden wollen wir die Hoffnung, die wir durch Jesus Christus haben, in Worten und mit Taten weitergeben – und dies nicht allein, sondern gemeinsam mit den Christinnen und Christen in den anderen Kirchen“, sagte Zimmermann.
befg.de
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Der Artikel oben ist erschienen in der NEUEN STADT, September/Oktober 2025.
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