9 Fragen an Roberto Almada
Ko-Präsident der Fokolar-Bewegung

Roberto Almada,
geboren 1956 in Rosario, Argentinien, ist neuer Ko-Präsident der Fokolar-Bewegung. Er hat Medizin studiert und ist Facharzt für Psychiatrie. Zudem ist er Doktor der Philosophie und Mitinitiator der Logotherapie-Schule in Uruguay und Paraguay. Die Fokolar-Bewegung lernte er 1976 kennen. Seit vielen Jahren lebt er in Fokolar-Gemeinschaften, unter anderem in Uruguay, Paraguay, Argentinien und am Internationalen Zentrum in Rocca di Papa. Roberto Almada ist Autor des Buches „Das Burnout des barmherzigen Samariters” (Ausgaben in Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch).
Worüber ich herzlich lachen kann?
In Momenten, in denen ich mich verletzlich fühle, wirke ich oft ziemlich lächerlich. So habe ich gelernt, über mich selbst zu lachen. Ich achte auf den Humor von Menschen, die im Angesicht des Todes stehen oder mit einer Tragödie konfrontiert sind.
Was mich ärgert?
Wenn Menschen Dinge nicht verstehen, die doch offensichtlich sind.
Mein Lebensmotto?
Ein Satz von Paul VI.: „Gesegnet seien diese unruhigen, widersprüchlichen Zeiten, die uns zur Heiligkeit drängen.“ Weltlich ausgedrückt: „… Zeiten, die uns dazu drängen, redlich zu sein.“
Meine Schwächen?
Ich bin ein wenig träge und neige dazu, Situationen und Menschen voreilig zu beurteilen.
Meine Stärken?
Ich kann in Krisensituationen gelassen bleiben. Ich habe einen „tragischen Optimismus“.
Mein Lieblingsort?
Die einfachen Viertel lateinamerikanischer Städte, in denen man sich ungezwungen mit den Leuten unterhalten kann, vielleicht sogar bei einer Tasse Mate-Tee.
Was liegt mir für meine neue Aufgabe am Herzen?
Institutionelle Beziehungen menschlich gestalten. Realistisch sein. Niemals und mit niemandem aus der Dynamik des Dialogs ausbrechen. Die Einheit mit der Präsidentin, Margaret Karram.
Woraus ich Kraft schöpfe?
Ich bin ein volkskirchlich geprägter Mensch aus Lateinamerika. Ich schöpfe Kraft aus dem Gebet und aus dem Zusammensein mit Freunden. Auch ausgiebiger Schlaf tut mir gut. Am Morgen danach scheint alles möglich zu sein.
Was mir Sorgen macht?
Wird es uns gelingen, das Zusammenleben in der Fokolar-Bewegung von Herrschsucht und mangelnder Authentizität zu reinigen? Wenn nicht, wird die Größe unseres Charismas verhüllt bleiben.
Hat Ihnen der Artikel gefallen? Möchten Sie mehr von uns lesen? Dann können Sie hier das Magazin NEUE STADT abonnieren oder ein kostenloses Probe-Heft anfordern.
Der Artikel oben ist erschienen in der NEUEN STADT, Mai/Juni 2026.
(c) Alle Rechte bei Verlag Neue Stadt, München
Ihre Meinung interessiert uns: Schreiben Sie uns! Anschrift und E-Mail finden Sie unter Kontakt.