Rückblende
Unsere Nachrichtenauslese
+++ Beim Festakt zum 100-jährigen Bestehen der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) Ende April in Berlin betonte deren Präsident Marc Brenner, dass gebündelte Kräfte nicht nur mehr Frucht bringen, sondern auch durch schwierige Zeiten tragen. Für die katholische Kirche räumte der Magdeburger Bischof Gerhard Feige Schuld gegenüber den Freikirchen ein und sagte für die Zukunft einen „wirklich geschwisterlichen Umgang“ zu. Kirsten Fehrs, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, lobte, dass sich die VEF klar gegen politische Vereinnahmung durch die AfD ausgesprochen habe. VEF verbindet heute 15 Mitgliedskirchen mit rund 280 000 Mitgliedern.
vef.de

+++ Die erste Islamisch-Theologische Fakultät an einer europäischen Hochschule entsteht in Münster. Sie soll zum Wintersemester 2026/27 den Betrieb aufnehmen. Gründungsdekan ist Mouhanad Khorchide. Die neue Fakultät, so Khorchide, solle ein „Leuchtturm für einen aufgeklärten, weltoffenen Islam“ sein. Die Errichtung der Fakultät sei „für viele Muslime in Deutschland ein eindrucksvolles Signal der Anerkennung“. Acht Professorinnen und Professoren werden islamische Theologie und Religionspädagogik lehren. Standort soll der „Campus der Theologien und Religionswissenschaften“ sein. Dort werden auch die evangelische und die katholische Theologie angesiedelt.
uni-muenster.de
+++ Metropolit Schio Mujiri ist zum neuen Oberhaupt der Georgischen Orthodoxen Kirche gewählt worden. Sein Vorgänger, Patriarch Ilia II., war im März im Alter von 93 Jahren gestorben. Der neue Patriarch wurde 1969 geboren, ist seit 1991 Mönch und wurde 1996 zum Priester geweiht. Seit 2003 war er Bischof von Senaki und Chkhorotsku, 2009 wurde er zum Erzbischof erhoben. 2017 erfolgte die Ernennung zum „Locum tenens“ (Statthalter) des Patriarchen. Der 57-jährige Shio wird einer Kirche in einem von tiefgreifenden politischen Konflikten geprägten Land vorstehen, dessen Regierung sich vom Westen abgewandt hat und sich Russland annähert.
religion.orf.at
+++ Die katholische Kirche in Peru hat indigene Bauernfamilien um Vergebung für jahrelanges Leid im Umfeld der Bewegung „Sodalicio“ gebeten. Bei einer Messe in Catacaos knieten am Pfingstwochenende mehrere Bischöfe vor Mitgliedern der von Missbräuchen betroffenen Gemeinde San Juan Bautista nieder. „Wir kommen nicht nur, um euch im Namen der Kirche um Vergebung zu bitten, sondern auch, um uns zu verpflichten, die Kirche zu erneuern“, sagte Limas Erzbischof, Kardinal Castillo. Die 1971 gegründete Gemeinschaft „Sodalicio“ war nach Missbrauchs- und Korruptionsvorwürfen 2025 von Papst Franziskus aufgelöst worden.
vaticannews.va
+++ Das Netzwerk „Miteinander für Europa“ (MfE) hat eine neue Leitung. Im Schönstatt-Zentrum Wien verabschiedete es Mitte April unter anderem seinen Mitbegründer und langjährigen Moderator Gerhard Pross (CVJM Esslingen). Die Rolle der Moderation geht auf drei Personen aus dem Leitungskomitee über: Sr. Nicole Grochowina (Christusbruderschaft Selbitz), P. Raffael Rieger (Schönstattbewegung) und Matthias Bühlmann (Vineyard). Generalsekretärin wird Maria Wienken (Fokolar-Bewegung). In einem von Unsicherheit geprägten Europa möchte MfE weiterhin bezeugen, dass Einheit in der Vielfalt eine prophetische Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit ist.
together4europe.org

+++ Die Webseite www.jewish-places.de sammelt auf einer interaktiven Karte Orte jüdischen Lebens in ganz Deutschland wie etwa Stolpersteine, Synagogen oder historische Orte. Derzeit sind auf der Karte mehr als 15 000 Einträge zu finden. Das Jüdische Museum in Berlin betreut die Internetseite, die als sogenannte Community-Plattform gedacht ist: Alle Besucher können die Karte mitgestalten und Beiträge einstellen. Auf der Webseite veröffentlicht das Museum zudem redaktionelle Texte wie Biografien oder Vorschläge zu Spaziergängen durch verschiedene Städte, die an Orten jüdischer Geschichte vorbeiführen.
jewish-places.de
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Der Artikel oben ist erschienen in der NEUEN STADT, Juli/August 2026.
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