10. Juni 2010

Anstoß zum Ausgleich

Von nst_xy

Schweizer Hilfsorganisationen arbeiten an der Nachhaltigkeit der Fußball­-WM

Die erste Fußball-Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden soll ein farbenfrohes Fest werden. Vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 blickt die Welt nach Südafrika. Dass dieser Blick nicht folgenlos bleibt,
dafür setzen sich drei christliche Hilfsorganisationen in der Schweiz mit der Kampagne „Anstoss zum
Ausgleich. Fairplay auch für Afrika“ ein.

Hinter dem Projekt stehen das evangelische Missionswerk Basel („mission 21“), das Missionswerk
der reformierten Kirchen der Westschweiz („DM-échange et mission“) sowie der Schweizer Verband der Christlichen Vereine Junger Frauen und Männer CVJF / CVJM. Gemeinsam wollen sie sich rund um die Fußball-WM dafür engagieren, dass die Südafrikanerinnen und Südafrikaner mit ihren Problemen und Herausforderungen nach der Weltmeisterschaft nicht wieder ins Abseits geraten.

Kern der Kampagne ist eine Internetseite www.anstoss2010.ch, die Hintergründe der WM beleuchtet
und über das Leben der Menschen im südlichen Afrika berichtet. Am Wochenende des 5. und 6. Juni
sorgen darüber hinaus Fußball-Benefizspiele in der ganzen Schweiz für Aufmerksamkeit und bieten
vielen Zuschauern die Möglichkeit, durch ihren Besuch dieser Spiele ein Heim für behinderte Kinder
und Jugendliche sowie ein Gesundheitsprogramm in Südafrika zu unterstützen.

Als „eine tolle Idee“ betrachtet der Schweizer Fußball-Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld die Kampagne. „Jeder kann einen Teil dazu beitragen, dass die Menschen in Afrika auch nach der WM zu den
Gewinnern zählen“, so Hitzfelds Überzeugung. Deshalb hat er auch gerne die Patronatsträgerschaft für
die Kampagne übernommen – gemeinsam mit Alt-Bundesrat Adolf Ogi, der als ehemaliger UNO-Sonderbeauftragter für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden die Probleme in Afrika kennt. „Im Kampf gegen die Bedrohung der Menschheit durch Armut und Krieg müssen wir die positive Kraft des Sports einsetzen, um eine bessere Welt zu schaffen“, begründet Ogi seine Unterstützung für die
Kampagne. swi

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Juni 2010)
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