Historisches Dokument
40 Jahre Leuenberger Konkordie
Dass Christinnen und Christen aus lutherischen, reformierten, unierten und vorreformatorischen Kirchen heute Abendmahl miteinander feiern, ist durch die Leuenberger Konkordie möglich geworden. Vor genau 40 Jahren wurde diese „Übereinstimmung“ am 16. März im Schweizer Tagungshaus Leuenberg (bei Basel) verabschiedet und beendete die Kirchenspaltung zwischen den reformierten und lutherischen Kirchen.
Der Leuenberger Konkordie waren europaweit theologische Gespräche vorangegangen, bis die beteiligten evangelischen Kirchen lutherischer und reformierter Prägung zu einer gemeinsamen Auffassung von Taufe, Abendmahl und Evangelium fanden und die gegenseitigen Verwerfungen der Reformation als nicht mehr zutreffend erklärten. Sie erkennen die Ordinationen gegenseitig an, erklären Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft und verpflichten sich zur Verwirklichung der Kirchengemeinschaft in Zeugnis und Dienst.
Die Leuenberger Konkordie ist das Gründungsdokument der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ (GEKE), früher Leuenberger Kirchengemeinschaft. Ihr Sekretariat befindet sich in Wien und wird vom dortigen lutherischen Bischof Michael Bünker geleitet. Sie hat inzwischen auch die methodistischen Kirchen Europas durch eine „Gemeinsame Erklärung“ (1994/97) in ihre Gemeinschaft aufgenommen. Heute gehören der GEKE 105 protestantische Kirchen in Europa sowie Südamerika an.
Die Kirchengemeinschaft mit den Baptisten wurde bisher nicht erreicht. Aber eine enge Kooperation zwischen GEKE und baptistischer Föderation ist vereinbart. Die GEKE führt Dialoge mit den Anglikanern, mit Orthodoxen und dem römisch-katholischen Einheitsrat.
gba
(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, März 2013 )
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