12. Mai 2014

Cris Cab – „Where I Belong” und Lariba – “Walking Pa’lante”

Von nst1

Zwei neue CD’s

Cris Cab – “Where I Belong”
Bei einigen Stücken des 21-Jährigen aus Miami meint man fast, „The Police“ zu hören. Mit 10 wollte Cris Cab (Cristian Cabrerizo) unbedingt Gitarre spielen lernen und brachte es sich selbst bei. Mit 15 begann er, Songs zu schreiben und sein Talent ehrgeizig weiterzuentwickeln. Dazu ging er beim haitianischen Musiker und Produzenten Wycelf Jean in die Lehre sowie bei Pharrell Williams, dessen Super-Hit „Happy“ seit Wochen auf allen Kanälen zu hören ist.
Cabs Musik – die Eltern stammen aus Kuba – greift Elemente von Pop, Reggae und Soul auf, wobei er doch einen eigenen Stil voranbringt. Als Vorbilder nennt er Lenny Kravitz, Jimi Hendrix und Marvin Gaye und sagt, er wolle Musik machen, die ihn mit den Menschen verbindet, Gefühle vermittelt, Geschichten erzählt und eine Aussage hat. Welche das ist, erschließt sich aus den lyrischen Texten nicht zwingend, aber gute Laune verbreiten kann seine Musik definitiv.

Lariba – „Walking Pa’lante”
Eine partytaugliche Mischung aus Latin Jazz und Hip Hop machen die Musiker der Band Lariba, die der Perkussionist David Stauffacher um sich gesammelt hat. Latino-Musik aus der Schweiz? Viele der sieben Musiker, aus denen Lariba besteht, stammen aus Südamerika. Dazu geben ein spanischer Flamenco-Gitarrist, ein Steeldrummer aus Trinidad und ein Rapper aus Kolumbien auf der CD ein Gastspiel. Dementsprechend sind die 15 Songs von unterschiedlichen Stilrichtungen wie 70er-Jahre-Rock, Jazz, Soul, Merengue, Salsa und Rumba geprägt. Gesungen und gerappt wird auf Brasilianisch, Spanisch, Englisch, Italienisch und Schweizerdeutsch. Der Titel, der so viel heißt wie „einen Schritt vorwärts machen“, ist für die Band Programm.
Clemens Behr

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Mai 2014)
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