9 Fragen an Irme Stetter-Karp
Irme Stetter-Karp

Foto: (c) ZdK/Peter Bongard
Irme Stetter-Karp,
Jahrgang 1956, wurde im November 2025 als Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) wiedergewählt. Die promovierte Sozialwissenschaftlerin hatte das Amt erstmals im November 2021 angetreten und wurde damit auch Co-Präsidentin des „Synodalen Weges“ der Kirche in Deutschland. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart war sie zuvor in verschiedenen Positionen tätig, zuletzt bis 2020 als Leiterin der Hauptabteilung Caritas im Bischöflichen Ordinariat.
Worüber ich herzlich lachen kann?
Über eine gewitzte Karikatur – aktuell oft über den Deal-Maker mit der langen roten Krawatte.
Was mich ärgert?
Arroganz. Und das Ellbogenverhalten mancher im öffentlichen Raum.
Mein Lebensmotto?
Über Jahrzehnte fand ich mich wieder in dem Satz von Teresa von Avila: „Mit Dir, Gott, überspringe ich Mauern.“
Meine Schwäche(n)?
Ich bin vom Typ her ungeduldig und musste mühsam lernen, mehr Gelassenheit gegenüber anderen und mehr Geduld in Prozessen aufzubringen.
Meine Stärke(n)?
Es ist ein Geschenk, dass mir Arbeit schon immer leicht von der Hand geht. Das gilt für Theoretisches wie Praktisches in Haus und Hof. Tatkraft und Leidenschaft sind mir eigen.
Mein Lieblingsort?
Das Hochgebirge ist mir seit fünf Jahrzehnten ein geliebter Ort. Nirgends erhole ich mich mehr als bei langen Touren dort. Aber auch Zuhause mit Blick auf die Alb bin ich sehr zufrieden.
Was für mich „Menschlichkeit leben“ bedeutet?
Jenseits von mir, den Meinen, dem Eigenen und dem Vertrauten, Menschen mit ihrer Lebenslage wahrzunehmen; bereit zu sein, Ressourcen zu teilen; achtzugeben auf Menschen am Rand, hier und weltweit.
Woraus ich Kraft schöpfe?
Ich gehe täglich in den Wald und in die Wiesen und laufe meist zehn Kilometer. Ich schöpfe Kraft aus leidenschaftlichem Kochen. Und jenseits davon aus Gottvertrauen, einer im Alltag verankerten Spiritualität und einem guten Zusammenleben mit meinem Mann.
Was mir Sorgen macht?
Wenn ich an die Zukunft unserer bald dreijährigen Enkeltochter denke, hoffe ich sehr, dass sie und ihre Gleichaltrigen im Frieden aufwachsen dürfen.
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Der Artikel oben ist erschienen in der NEUEN STADT, Januar/Februar 2026.
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