Ein Leben für unterdrückte Frauen
Die Inderin Ela Ramesh Bhatt erhält den Niwano-Friedenspreis.
Für ihren über 30-jährigen Einsatz zur Verbesserung der Lebensqualität der ärmsten und unterdrückten Frauen in ihrem Land erhält die Inderin Ela Ramesh Bhatt (76) den Niwano-Friedenspreis. Das teilte die Niwano-Friedensstiftung am 24. Februar mit. Die Verleihung findet am 13. Mai in Tokio statt.
Die 1933 geborene Bhatt, Anhängerin der Lehren Mahatma Gandhis, gilt als eine der weltweit bemerkenswertesten Wegbereiterinnen und energischsten Vertreterinnen der Graswurzelbewegungen. So gründete die „sanfte Revolutionärin“ 1972 die SEWA (Self-Employed Women’s Association – Verband selbstständiger Frauen), eine inzwischen über 1,2 Millionen Mitglieder zählende Gewerkschaft. In ihr sind selbstständige Frauen organisiert, die in Indien kein regelmäßiges Einkommen und Sozialleistungen haben. Das Ziel ist es, die Frauen in eine vollwertige Arbeit zu bringen. 1974 rief sie die SEWA Cooperative Bank ins Leben. Sie war Abgeordnete des indischen Oberhauses und gründete und leitete die Women’s World Banking.
Der Niwano-Friedenspreis wurde im Jahre 1983 ins Leben gerufen, um Einzelpersonen und Organisationen auszuzeichnen, die Bedeutendes zum Verständnis und zur Zusammenarbeit der Religionen beigetragen haben und so dem Weltfrieden dienen. Der Preis erhielt seinen Namen zu Ehren von Nikkyo Niwano, dem Gründer der buddhistischen Laienorganisation Rissho Kosei-kai. pfo
(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, April 2010)
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