15. April 2011

I shot my love; Geliebtes Leben

Von nst_xy

neue Filme

I shot my love von Tomer Heymann
Der israelische Filmemacher Tomer portraitiert in diesem Film die Menschen, die ihm wichtig sind: seine Mutter und seinen Lebensgefährten Andreas, einen deutschen Tänzer, den er in Berlin kennenlernte. Sie verliebten sich, und bald kam Andreas nach Israel. Das Kennenlernen und die Beziehung zu seiner Mutter dokumentierte Tomer fortlaufend mit seiner Kamera. So eröffnet er den Zuschauern Einblicke in sein Leben, wie sie privater kaum sein könnten. Bei aller Bewunderung für die Freiheit, mit der alle über ihre Gefühle sprechen, schockiert und irritiert diese radikale Offenlegung des Intimen doch sehr. Unmittelbar wirft der Film die Frage auf, wie offen wir mit unseren Gefühlen umgehen, auch ohne Kamera. kls

Geliebtes Leben
von Oliver Schmitz
Der aus Südafrika stammende Regisseur Oliver Schmitz schildert in dem Drama eine gefühlvolle Mutter-Tochter-Beziehung und spiegelt zugleich das moderne, vielseitige Südafrika. Als ihre kleine Schwester Sara stirbt und ihre Mutter erkrankt, übernimmt die mutige und intelligente 12-jährige Chanda Verantwortung für die Familie in einer armen Kleinstadt in Südafrika. Aids ist eine Geißel, die verdrängt wird – ebenso wie die Menschen, die davon betroffen sind. Chanda setzt sich liebevoll und kämpferisch dafür ein, ihrer kranken Mutter zu helfen und das Tabu des Schweigens zu brechen. Sehr authentisch mit Laien und ausschließlich an Originalschauplätzen gedreht, transportiert der Film eine Botschaft der Menschlichkeit. nvw
Start: D 5.5.

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, April 2011)
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