Eine Reihe von Übereinstimmungen
Erster Dialog zwischen Europas Protestanten und der römisch-katholischen Kirche
Nach Abschluss der Anfang Februar in Wien abgehaltenen Auftaktkonsultation zwischen der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen hob der Gastgeber, GEKE-Generalsekretär Bischof Michael Bünker, das außerordentlich gute Gesprächsklima und die positiven Aussichten auf den weiteren Verlauf der Konsultation hervor: „Es war ein offenes Gespräch über das je eigene Kirchenverständnis und es hat sich herausgestellt, dass es eine Reihe von Übereinstimmungen gibt. Manchmal meinen wir die gleiche Sache, formulieren aber unterschiedlich. Wir sind dankbar für diese erste Runde und dürfen gespannt sein, wie es weitergeht.“
Im Mittelpunkt der Konsultationen, die sich über mehrere Jahre hinziehen sollen, stehen die heiklen Fragen des Kirchenverständnisses und der ökumenischen Zielvorstellungen. Zu den ersten Gesprächen dieser Art – bisher hatte die katholische Kirche nur mit einzelnen Konfessionsfamilien gesprochen und nicht mit der GEKE als Ganze – kamen unter der Leitung von Landesbischof Friedrich Weber (Braunschweig) und Bischof Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) je sieben Theologinnen und Theologen von jeder Seite zusammen.
Die Gespräche begannen mit der Behandlung von zwei grundlegenden Texten: des Lehrgesprächsergebnisses der GEKE „Die Kirche Jesu Christi“ von 1994 und der Auswertung der evangelisch-katholischen Dialogergebnisse durch Kardinal Walter Kasper aus der Studie „Die Früchte ernten“ von 2009. Dabei stellten die Delegierten Übereinstimmungen und mögliche Annäherungen fest, an denen weiter gearbeitet werden soll. Die nächste Konsultation wird im Dezember 2013 in Speyer stattfinden.
gba
(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, März 2013 )
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