Religionen und Dialog
Akademie der Weltreligionen in Hamburg erhält Unterstützung für Projekt.
Rund drei Millionen Euro erhält die Akademie der Weltreligionen an der Universität Hamburg vom Bundesforschungsministerium für ihr internationales Projekt „Religion und Dialog in modernen Gesellschaften“. Christliche, muslimische, jüdische, buddhistische und alevitische Wissenschaftler wollen gemeinsam Erkenntnisse über den interreligiösen Dialog gewinnen, wie die Universität Ende Januar mitteilte.
Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts stehen vor allem zwei Fragestellungen: Zum einen soll untersucht werden, wo sich in den Kerntexten von Religionen eine Bereitschaft oder sogar eine Notwendigkeit für den Dialog mit Menschen anderer Glaubensrichtungen findet. Zum anderen geht es darum, was Menschen unterschiedlicher Religion und Weltanschauung voneinander denken und warum sie Dialog für wichtig oder für problematisch erachten.
Schwerpunkt der Untersuchungen ist Hamburg, darüber hinaus werden Metropolregionen im Rhein-Ruhr-Gebiet sowie in Skandinavien und Großbritannien einbezogen. Acht neue Stellen sollen mit Wissenschaftlern besetzt werden, sodass ein neuer Arbeitsbereich mit 15 Mitarbeitern entsteht. Das Projekt ist auf fünf Jahre befristet. Erste Ergebnisse werden für 2014 erwartet.
Die Akademie der Weltreligionen wurde im Juni 2010 gegründet. Sie will den interreligiösen Dialog in Forschung und Lehre stärken. Beteiligt sind Wissenschaftler aus der Pädagogik, Psychologie, Geisteswissenschaft sowie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaft.
gba
(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, März 2013 )
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