21. Oktober 2013

Leben mit dem Wort Oktober 2013

Von nst1

Kernsätze

  • Die Liebe ist eine Pflicht, vor der wir uns nicht drücken und die wir nicht vor uns herschieben dürfen; sie drängt uns und lässt uns keine Ruhe, bis wir sie erfüllt haben.
  • Es reicht nicht, Gottes Gebote dem Buchstaben nach zu erfüllen; es gilt immer auch das Ziel im Blick zu behalten. Und das Ziel aller Gebote ist die Liebe.
  • Versuchen wir die Ersten zu sein, die lieben: bei jeder Begegnung, beim Telefonieren, wenn wir jemandem schreiben.

Hintergrund

Das Beispiel vom „siebten“ Gebot im Kommentar zu diesem „Wort des Lebens“ (siehe Fußnote 3) lenkt den Blick auf die unterschiedliche Zählweise der Zehn Gebote, des sogenannten „Dekalogs“.
Dafür gibt es mehrere Ursachen: Zum einen ist der sogenannte „Gesetzestext“ an zwei Stellen im Alten Testament überliefert, in Exodus 20,2-17 und in Deuteronomium 5,6-21. Beide Versionen unterscheiden sich leicht in der Formulierung. Welche die ältere ist, ist umstritten.
Beide Textüberlieferungen nennen selbst nicht die Zehnerzahl. Genau betrachtet enthalten sie elf Verbots- und zwei Gebotssätze, wobei einige jedoch als thematische Einheiten erscheinen. Die an anderer Stelle in der Bibel angeführte Zehnerzahl scheint später entstanden zu sein, vielleicht auch als Lern- und Merkhilfe, da man die Gebote so an den Fingern abzählen konnte und wegen der Bedeutung der Zehnerzahl in der magischen Zahlensymbolik.
Schon seit 250 v. Chr. gab es offenbar verschiedene Versuche, die „Dekalogrede“ in zehn Einzelgebote einzuteilen. Heute sind im Wesentlichen fünf verschiedene Zählweisen gebräuchlich: die der Juden; die der Anglikaner, der Reformierten und vieler Freikirchen; die der Orthodoxen und der Adventisten; die der Katholiken; die der Lutheraner.

Ausführliche Informationen und ein übersichtliches Schema finden sich im Internet unter: de.wikipedia.org/wiki/Zehn_Gebote

Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Oktober 2013)
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