23. Januar 2014

Arbeitskreis St. Irenäus

Von nst1

Orthodoxe und katholische Theologen diskutieren Kirchenfragen.

Der gemeinsame orthodox-katholische Arbeitskreis St. Irenäus kam im November zu seiner 10. Jahrestagung in Thessaloniki, Griechenland, zusammen. Dem internationalen Kreis gehören 13 orthodoxe und 13 katholische Theologen aus mehreren europäischen Ländern und den USA an. Er wurde 2004 in Paderborn gegründet und trifft sich seitdem jährlich für vier Tage an wechselnden Orten.
Die inhaltliche Arbeit des Irenäus-Arbeitskreises konzentriert sich vor allem auf ekklesiologische – das heißt, das Wesen der Kirche betreffende – Fragestellungen. Während der diesjährigen Begegnung diskutierten die Theologen über das Verhältnis von Geschichte und Theologie und über das Verständnis von Konziliarität und Primat in der modernen Theologie, besonders in den Werken von Yves Congar und Olivier Clément. Außerdem ging es um orthodoxe Reaktionen auf das Zweite Vatikanische Konzil.

Die Tagung stand unter der Leitung des katholischen Ko-Präsidenten des Arbeitskreises, Bischof Gerhard Feige von Magdeburg, Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz. In die vakante Position des orthodoxen Ko-Vorsitzenden haben die Kommissionsmitglieder einstimmig den bisherigen Erzbischof von Telmessos, Job Getcha, gewählt; er ist das künftige Oberhaupt des zum Ökumenischen Patriarchat gehörenden Erzbistums orthodoxer Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa mit Sitz in Paris und war langjähriges Mitglied des Arbeitskreises.
gba

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Januar/Februar 2014)
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