23. Januar 2014

„Nehmen Sie viele mit!“

Von nst1

Erzbischof Robert Zollitsch beim Netzwerk „Miteinander für Europa“

Ein wichtiges Zeugnis und ein Zeichen der Ermutigung sieht der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Erzbischof Robert Zollitsch in der konfessionsverbindenden Initiative „Miteinander für Europa“. Das betonte er bei seinem Besuch bei der Deutschland-Tagung des Netzwerkes Anfang Dezember in Würzburg. Er forderte die Gemeinschaften auf, immer mehr Gläubige auf ihren Weg des gelebten Miteinanders mitzunehmen und damit auch bei den Kirchenleitungen mutige Schritte zur Vertiefung und Verlebendigung der Ökumene anzustoßen.
In seinem Beitrag bei der Begegnung von etwa 80 Leitern und Mitgliedern verschiedener Gemeinschaften, Bewegungen und Werke aus dem katholischen, evangelischen und freikirchlichen Raum brachte Zollitsch konkrete Vorschläge ein, um auf dem Weg der Ökumene weiterzukommen. Er wünsche sich für die Bischöfe eine gemeinsame ökumenische Pilgerreise ins Heilige Land. Außerdem könne er sich als Zeichen der Bereitschaft zu Umkehr und Versöhnung vorstellen, dass man gemeinsam an einem geeigneten Ort einen Brunnen errichte, „um sich dort vom Herrn reinigen und heilen zu lassen“. Und auch das Bündnis der gegenseitigen Liebe, mit dem das Netzwerk „Miteinander für Europa“ begonnen habe, wünsche er sich unter den Bischöfen der verschiedenen Konfessionen.
Die Vertreter der Gemeinschaften freuten sich über die Offenheit, Herzlichkeit und das Entgegenkommen des Freiburger Bischofs. „Für mich ist das ein kirchenhistorischer Moment, in dem jemand ganz weit die Arme ausstreckt“, fasste Henning Dobers, Leiter der Geistlichen Gemeindeerneuerung in Deutschland seinen Eindruck zusammen. Und Thomas Römer vom CVJM München gab Erzbischof Zollitsch mit: „Gehen auch Sie mutig die nötigen Schritte, Sie haben das Volk hinter sich!“
MfE

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Januar/Februar 2014)
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