Stu Larsen, “Vagabond” und Feinslieb – „Ay triste – falalá“
Zwei neue CDs
Stu Larsen – „Vagabond”
Authentisch ist schon der Titel des Debütalbums: Der aus einer australischen Kleinstadt gebürtige Sänger und Songwriter entschied sich vor vier Jahren für ein Leben ohne festen Wohnsitz. Seine Lieder erzählen von der traurigen Süße des Abschieds, von Freiheit, Liebe und dem Unerwarteten. Zusätzlich zur akustischen Gitarre kommen in den Arrangements Banjo, Streicher, Piano, Bass und Percussion zum Einsatz. Angenehm zu hören und alles andere als ungewöhnlich – aber ungewöhnlich ehrlich. In Larsens Texten klingt seine christliche Prägung durch, ohne dass er explizit davon singt. Seine Lieblings-Bibelstelle? Johannes 15, 1-8: „Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen“. Wen Larsens Folk-Pop an Passenger (Mike Rosenberg) erinnert, der täuscht sich nicht – die beiden sind gut befreundet und letzterer fungierte als Produzent von „Vagabond“.
Feinslieb – „Ay triste – falalá”
Gleich noch eine Debüt-CD: Das Duo Feinslieb sind die Hamburger Rika Tjakea (Gesang) und Fabio Malaguti (u.a. Gitarre, Bouzouki, Gesang, Maultrommel). Auf „Ay triste – falalá“ singen und spielen sie europäische Kunst- und Volkslieder in sechs verschiedenen Sprachen, vom Mittelalter über die Renaissance bis ins 19. Jahrhundert. In den Texten geht es um die Liebe, mit einer Spannbreite – der Albumtitel verrät es bereits – von betrübt bis ausgelassen-fröhlich. Musikalisch „schweben“ die beiden, wie sie selbst sagen, „historisch unkorrekt und musikalisch erfrischend lebendig zwischen Hochkultur und Unterhaltung, rasant oder gefühlvoll und nie kitschig“. – Stimmt genau! Eine kleine, feine Produktion fernab vom Mainstream, die sich hören lassen kann.
Barbara Fuchs
(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, September 2014)
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