Ökumene als Markenzeichen
Institut für Ökumenische Forschung in Straßburg wird 50.
Mit einem ganztägigen Fest und Freunden und Gästen aus aller Welt hat das Institut für Ökumenische Forschung in Straßburg fünf Jahrzehnte seines Dienstes für den Lutherischen Weltbund (LWB) und die ökumenische Bewegung gefeiert. LWB-Generalsekretär Martin Junge dankte dem Institut für die Unterstützung und Gestaltung der ökumenischen Dialoge des Lutherischen Weltbundes (LWB). Damit habe es einen wesentlichen Beitrag erbracht zu der starken ökumenischen Berufung, die zu den Markenzeichen des LWB gehöre. „Es liegt in der DNA des Instituts, leidenschaftlich für die theologische Verwurzelung und Verantwortung der ökumenischen Dialoge zu sorgen (…) Für den LWB ist das Institut mit seiner Forschungskapazität und seiner Unterstützung für die ökumenischen Beziehungen der Gemeinschaft nicht ein adiaphoron, ein ‚Kann-sein’, sondern eine Notwendigkeit, ein ‚Muss-sein’“.
Junge verwies auf eine Reihe beeindruckender Meilensteine, insbesondere auf die Vision von der „Einheit in versöhnter Verschiedenheit“ sowie den Gedanken des „differenzierten Konsenses“ als bedeutende Ansätze für den ökumenischen Dialog, die auf der Grundlage von Forschung und Diskussion im Straßburger Institut entwickelt worden seien. Zu den „Erfolgen“ des Instituts zählen auch die „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“, die 1999 gemeinsam mit der römisch-katholischen Kirche unterzeichnet wurde, die „Beschlussfassung zum Erbe der lutherischen Verfolgung von Täuferinnen und Täufern“ und das ihr zugrunde liegende Dokument „Heilung der Erinnerungen – Versöhnung in Christus“ aus dem Jahr 2010 sowie die jüngste Veröffentlichung „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“, in der es um den ökumenischen Ansatz des LWB für das 500. Reformationsjubiläum 2017 geht.
gba
(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Juni 2015)
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