9 Fragen an Simone Pergmann

Worüber ich lachen kann?

Mein wunderbarer Kollege Marwan Abado, palästinensischer Musiker, Sänger, Komponist und Poet aus Wien, bringt mich mit seinem treffsicheren, geistreichen Witz immer wieder zum Lachen.

Was mich ärgert?
Rassismus, Fanatismus, Extremismus und Intoleranz.

Mein Lebensmotto?
„Music is an act of love.“ (Musik ist ein Handeln aus Liebe.) Von Leonard Bernstein.

Meine Schwäche(n)?
Meine Unentschlossenheit bezüglich Wohnsitz. Meine Familie kann ein Lied davon singen. Einmal sage ich: Wir müssen umziehen, sofort alles zusammenpacken! Dann lass ich wieder alles beim Alten. Ein ewiger Kreislauf, schrecklich.

Meine Stärke(n)?
Ich kann mit meiner Stimme Menschen ganz tief berühren. Und wunderbare Programme gestalten: für die Jüdischen Musiktage im Bereich Musik und Literatur, für Konzerte, Feste…

Mein Lieblingsort?
Es gibt mehrere: der Wald bei uns in Oberösterreich, ein kleines Zimmer im Eden House in Tel Aviv, eine bestimmte Ecke im Café Tomaselli in Salzburg und das Leopoldmuseum in Wien.

Meine Kraftquelle?
Meine Familie, meine Proben und Konzerte, mein Atem.

Was mir Sorgen macht?
Der zunehmende Rechtsruck, die große Schere zwischen Arm und Reich, die Klimaerwärmung, die Krankheiten von lieben Familienangehörigen und Freunden.

Warum ich Musik mache?
Musik ist neben der Liebe eines der wunderschönsten Geschenke, das uns Gott gemacht hat. Überhaupt, wenn Musik Liebe vermittelt – das sind für mich die schönsten Augenblicke meines Lebens! Mit meiner Musik möchte ich beschenken, berühren, Menschen zum Nachdenken anregen, möchte ich ganz einfach lieben und zeigen, dass die Welt eigentlich grenzenlos ist.

Simone Pergmann

Foto: (c) Bigi Wiebecke

ist Sängerin für Jüdische Musik, Vocalcoach, Atempädagogin und Intendantin der Jüdischen Musiktage Salzburg. Geboren in Salzburg, hat sie Gesang, Atempädagogik, Theologie und Philosophie studiert sowie Sonanztherapie und Sonanzpädagogik nach Peter Cubasch. Sie arbeitet mit verschiedenen Musiker-Formationen und hat zahlreiche CDs aufgenommen. Mit ihrer Mezzosopran-Stimme ist sie in vielen europäischen Ländern sowie in Israel aufgetreten, bei den Bregenzer Festspielen, dem Fest zur Festspieleröffnung Salzburg, dem Sefardic Festival Cordoba und dem Klezmorefestival Vienna. Simone Pergmann ist Gründerin und Leiterin des Ensembles „ Majimaz ” für jüdische & arabische Musik. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.
www.simonepergmann.at

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, März/April 2018)
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2 Gedanken zu „9 Fragen an Simone Pergmann

  1. Maria Golser sagt:

    Danke liebe Simone, dass du und Einblick in deine schöne und wohltuende Gedankenwelt gegeben hast.

  2. Wolfgang Grammel sagt:

    Liebe Simone, in jedem eurer wundervollen Konzerte die ich miterleben durfte habe ich die Bestätigung gefunden, dass die Musik die bedeutenste der Künste ist, da sie in der Lage ist, direkt die Seele zu berühren. Dafür insbesondere Dir und Marvan Abado herzlichen Dank!

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