Museen virtuell erkunden

Für Freunde der Kunst

Wem gerade das Erlebnis der direkten Begegnung mit der Kunst fehlt, kann vielfältig Abhilfe schaffen. Hier eine kleine Aufstellung virtuell zugänglicher Museen und Ausstellungen ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Angebote, die auch für Kinder interessant sind, sind in kursive blaue Schrift gesetzt.
Zunächst Hinweise auf Museen mit einem eigenen digitalen Angebot:

Städel Museum Frankfurt
Ohne jeden Zweifel gehört das Städel Museum Frankfurt zu den bedeutendsten Kunstmuseen Deutschlands. Unübertroffen ist es aber in seinem Online-Angebot, und daraus ragt der Kurs „Kunstgeschichte online – der Städel Kurs zur Moderne“ hervor: Ein E-Learning-Angebot führt durch die Kunst von 1750 bis heute – multimedial, unterhaltsam und abwechslungsreich. Anmelden und loslegen, loslernen, losstaunen.
Daneben sind auch die anderen Angebote auf der Website attraktiv, einfach etwas stöbern.

Rijksmuseum, Amsterdam

Kunstmuseum, Basel
Das Kunstmuseum in Basel hat einen Blog eingerichtet. Regelmäßig werden hier Werke aus seiner Sammlung vorgestellt, es gibt Mitmachbögen für Kinder und Hintergrundinformationen.

Fondation Beyeler, Basel
Auch die Fondation Beyeler hat ihr digitales Angebot für alle Altersstufen ausgeweitet.
Es gibt hier auch eine ganze Reihe von Anregungen und Challenges, um selbst kreativ zu werden.

Mozarteum, Salzburg

Deutsches Museum, München
Anlässlich einer umbaubedingten Schließung im Jahr 2015 erstellte das Deutsche Museum in München einen virtuellen Rundgang mit Audio-Guides zu den Ausstellungsbereichen Schiff-, Raum- und Luftfahrt. Virtuell besuchen lassen sich allerdings alle Bereiche – zur Navigation dienen eine Karte, eine Stockwerksanzeige sowie diverse interaktive Stationen.
Deutsches Museum für Kinder

Altes Museum Berlin

Die Uffizien, Florenz
Als eines der bekanntesten und geschichtsträchtigsten Museen weltweit, sollte man die Uffizien in Florenz mindestens einmal besucht haben. Wer bereits das Vergnügen hatte, dürfte erkannt haben, dass ein kompletter Rundgang innerhalb eines Tages unmöglich ist. Ein virtueller Besuch lohnt sich somit auch für Kenner. Dabei kann man durch den Botticelli-Raum schlendern – pardon, scrollen – und mit einem Klick findet man sich vor den Kunstwerken von Michelangelo wieder.

LeGallerie Trento
Eine Ausstellung in Trient über das Leben von Chiara Lubich und die von ihr gegründete Fokolar-Bewegung ist jetzt auch online zugänglich – z.B. in Englisch und Italienisch. Lubich, 1920 in der norditalienischen Stadt geboren und 2008 in Rocca di Papa bei Rom gestorben, wäre im Januar 2020 100 Jahre alt geworden.

Andy Warhol at the Tate, London
Übersicht
Andy Warhol
Für Kinder

Der Kölner Dom in Virtual Reality
Erläuterungen beim WDR

Völklinger Hütte
Afrika im Blick der Fotografen heißt die Ausstellung, die auch für virtuelle Besucher sehr gut erschlossen ist, in der Weltkulturerbestätte in Völklingen bei Saarbrücken, einem ehemaligen Eisenwerk. Großformatige Fotografien zeigen Afrika und Afrikaner nicht aus der möglicherweise klischeehaften Perspektive von “Fremden”. Hinter den Kameras standen moderne afrikanische Fotografinnen und Fotografen. Ihr Blick dürfte manche europäische Augen überraschen.

Die Hinweise auf die folgenden vier Museen stammen aus einem Artikel in „Der Spiegel“:

Louvre, Paris
Neben einem umfangreichen Digitalarchiv mit Kunstwerken der eigenen Sammlung bietet der Louvre zum Beispiel Onlinetouren durch die Abteilung des ägyptischen Altertums. Über die Plattform Youvisit können zahlreiche Ausstellungsräume, Hallen und die Außenarchitektur sowohl des historischen Bauwerks als auch der berühmten Glaspyramide des Architekten Ieoh Ming Pei in 360 Grad bewundert werden.
Ein interessanter Artikel über den Louvre findet sich bei Merian.

Bode-Museum Berlin
Eines der digital bestzugänglichen Museen in Deutschland dürfte das Bode-Museum in Berlin sein. Erdgeschoss und der größte Teil des Obergeschosses können in komplettem 360-Grad-Panorama besichtigt werden. Mit wenigen Mausklicks schreitet man durch die prächtigen Räume des Hauses, über rote Teppiche und Marmorböden in nahezu alle Ausstellungsräume. Im Gegensatz zu vielen anderen Digitalrundgängen sind hier alle 850 ausgestellten Skulpturen und Gemälde online zu sehen. Mehrere Hundert eingebaute Verlinkungen führen mit einem Klick zum jeweiligen Digitalarchiv, in dem man mehr über die einzelnen Werke erfahren kann.

Digital Art Museum, Tokio
In dem Tokyoter Museum ist digitale Kunst knallbunt, flimmernd und im permanenten Schwebezustand, stets im Übergang vom einen in den anderen Zustand. „Grenzenlose Kunst“ versprachen die Museumsmacher von teamLab Borderless, als das Museum 2018 seine Türen öffnete. Das Spektakel ist nur mit einer Spezial-App erfahrbar. Wer lieber erst einmal den Außenblick bewahrt, findet auf der Museumswebsite zahlreiche Videos, in denen der Digitalkitsch zur Höchstform aufläuft.

Metropolitan Museum of Art, New York
Das Metropolitan Museum of Art zählt zu den Vorreitern virtueller Museumsrundgänge. Während andere erst langsam nachziehen und dabei häufig auf Partner wie das Google Cultural Institute zurückgreifen, hat das größte Kunstmuseum der Vereinigten Staaten mit dem preisgekrönten Onlineprojekt „The Met 360° Project“ die Sache selbst in die Hand genommen. Sechs mehrminütige Videos führen Besucher durch ikonische Ansichten des Ausstellungshauses, die durchweg belebt sind.
Met für Kinder

Google Arts & Culture hat sich mit weltweit knapp 2000 Galerien und Museen zusammengetan und virtuelle Rundgänge erstellt. Diese variieren je nach Haus – während man sich bei einigen nur durch die ausgestellten Werke klicken kann, ist es bei anderen möglich sich durch die einzelnen Bereiche zu navigieren und wieder andere bieten ein umfängliches Erlebnis mit Audio Guide an. Das Ganze funktioniert im Prinzip wie Google Street View. Suchen kann man gezielt nach bestimmten Museen, Ländern oder man scrollt sich durch sämtliche Möglichkeiten. Das Navigieren durch die Museen mit den Pfeiltasten ist anfangs fricklig, aber man kommt schnell rein.

Museum of the World
Eines der wohl aufwendigsten Projekte von Google Arts & Culture ist gemeinsam mit dem British Museum in London entstanden. User können sich einfach per Maus durch die Epochen scrollen und je nach Kontinent oder Themenschwerpunkt (z.B. Kunstgeschichte oder Religion) wichtige Exponate entdecken, zu denen es dann jeweils Bild, Text sowie Audiomaterial gibt.

Einzelne Museen mit virtuellen Rundgängen, die in Zusammenarbeit mit Google Arts & Culture entstanden sind:

British Museum, London

Musée d’Orsay, Paris
Auch durch die bedeutende Sammlung des Musée d’Orsay, das auf 16.000 Quadratmetern mehr als 4000 Exponate aus der Zeit zwischen 1848 und 1914 zeigt, ist ein virtueller Rundgang möglich. Per Mausklick geht es vorbei an Marmorskulpturen und der markanten Bahnhofsuhr zu Originalen von van Gogh, Monet und Liebermann.

Museo Frida Kahlo, Mexico City
Es müssen ja nicht nur Museen von Weltrang sein, auch kleinere Häuser wie das farbenfrohe Museo Frida Kahlo in Mexiko-Stadt lassen sich virtuell erleben. Zu sehen gibt es Gemälde der Künstlerin, aber auch Teile ihres Mobiliars und Malutensilien sowie Kleidungsstücke. Per Mausklick geht es nicht nur einmal um die Welt, sondern auch mitten hinein in das bewegte Leben der Ausnahmekünstlerin.

Kunsthaus, Zürich

Albertina, Wien
Die Albertina beherbergt eine der wichtigsten grafischen Sammlungen weltweit und ist im Palais Erzherzog Albrecht untergebracht, einer historischen Residenz der Habsburger. Hier lassen sich viele Meisterzeichnungen – von Michelangelos Männerakten über Dürers „Feldhasen“ bis zu Rubens’ Kinderportraits – auch virtuell erleben.

Belvedere, Wien

Kunsthistorisches Museum, Wien

Naturhistorisches Museum, Wien

Schloss Schönbrunn, Wien

National Museum of Modern and Contemporary Art, Seoul
Eins der beliebtesten Museen Südkoreas vereint über sechs Stockwerke hinweg zeitgenössische Kunst aus dem Land selbst sowie Werke aus der ganzen Welt. Die einzelnen Ausstellungen und Exponate lassen sich anwählen und dann per StreetView-Funktion entdecken.

Pergamonmuseum, Berlin
Das zum Weltkulturerbe der UNESCO zählende Bauensemble beherbergt die Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst. Per Mausklick geht es bei einer virtuellen Tour vorbei an antiker Monumentalarchitektur, die in Realität zwar imposanter wirken mag, dafür genießen sie sie am Bildschirm ganz ohne andere Besucher.

Tokio Fuji Art Museum, Japan
Das Kunstmuseum in der Präfektur Tokio beherbergt vor allem Kunst und Kunsthandwerk aus Japan und Europa. Die Werke entstammen verschiedenster Epochen. Insgesamt besteht die Sammlung aus 25.000 Exponaten. Sicherlich eins der Häuser, die man nach einer virtuellen Tour gern persönlich sehen möchte.

Guggenheim Museum, Bilbao
Eine ganz besondere Perspektive bietet der Fotograf und Freerunner Johan Tonnoir auf das Guggenheim Museum Bilbao: Er läuft, klettert und springt einmal quer durch das Museum und die Kunstwerke.

Kunstpalast Düsseldorf
Startet man seinen virtuellen Museumsbesuch im Kunstpalast Düsseldorf, wird man von einem bunten Dreirad-Taxi begrüßt. Anschließend geht es weiter mit einer riesigen Gemäldesammlung. Wer sich für Malerei aus dem 18. und 19. Jahrhundert interessiert, der wird hier fündig.

National Museum of Women in the Arts, Washington
Dieses Museum widmet sich allen künstlerischen Leistungen von Frauen durch alle Epochen hinweg. Es umfasst Werke bildender, darstellender und literarischer Kunst. Darunter Frida Kahlo, Louise Bourgeois und Nan Goldin.

Eremitage, St. Petersburg
Ein Rundgang durch Eremitage in St. Petersburg? Angesichts der überwältigenden Architektur bräuchte es die Kunstwerke fast gar nicht …

Museum für Naturkunde, Berlin
Bei dem virtuellen Rundgang gibt es einiges über Evolution und Geoprozesse zu sehen. Und auch das Skelett von Tyrannosaurus Rex Tristan ist noch vorhanden. Ende Januar wurde der Saurier für mindestens ein Jahr nach Kopenhagen verfrachtet.

Van Gogh Museum, Amsterdam

Weitere niederländische Museen findet man bei MuseumTV.

Auf YouTube gibt es viele kleine Filme über Kunstwerke und Museen.