1. April 2026

WORT DES LEBENS . PLUS

Von nst5

Mutig aufstehen

In meinem Leben haben mich immer wieder Lichtmomente von Gottesbegegnungen erfüllt und angetrieben. Ich erlebe sie in intensiven Begegnungen mit Menschen, in der alltäglichen Betrachtung des Wortes Gottes und Auslegungen davon wie etwa in Kommentaren zum „Wort des Lebens“ sowie in Naturerfahrungen insbesondere in den Alpen, in denen ich aufgewachsen bin. Wo immer möglich, versuche ich, diese Lichtmomente mit anderen zu teilen. Es ist diese „mystische“ Dimension der Verbundenheit, die mich schon immer fasziniert hat.
Besonders spricht mich heute im „Wort des Lebens“ von März aus dem Matthäus-Evangelium an, dass Jesus die Jünger „anfasst“, physisch berührt. So berührt mich heute vieles, was ich erlebe, und erlebe es als Berührung Gottes. Und was sagt Er mir in diesem Moment? „Steht auf und fürchtet euch nicht!“ (Matthäus 17,7)
„Tua eppas“ (tu etwas) heißt ein Spruch in meinem Vorarlberger Heimatdialekt; „Scheiß di nit au“ (… dich nicht an) ein Spruch im Niederösterreichischen Dialekt, den der Schuhrebell Heini Staudinger, eine Symbolfigur für den Kampf um Arbeitsplätze und nachhaltige Schuhproduktion in Österreich, gerne in den Mund nimmt. Mutig aufstehen und etwas angehen, was in meinem Umfeld und Alltag zu tun ist, mich ruft, in die Verantwortung zu antworten (Viktor Frankl).
Es ist die Balance zwischen Aktion und Kontemplation (Richard Rohr), die mich immer wieder angesprochen hat und anspricht: aus einem geistigen Impuls heraus etwas im Leben anzugehen und umzusetzen. So sind verschiedene Initiativen und Bündnisse entstanden, die ich begleiten und erleben durfte, wie etwa der Zusammenschluss aller Niederösterreichischen Schulen und Kindergärten in freier Trägerschaft oder von innovativen Vorarlberger Lehrlingsausbildungsbetrieben oder die Online-Pfingstkongresse zu Themen wie „Wege aus einer gespaltenen Gesellschaft“ oder „Aus der Kraft des Einenden die Welt gestalten“ ebenso wie ein monatlicher Männerkreis zum „Wort des Lebens“ oder das Sommerhoffest unserer Familie mit Freunden. Dies macht Mut, weiter voranzugehen.
Egbert Amann-Ölz

Egbert Amann-Ölz wohnt mit seiner Frau Christiane und vier Söhnen in Niederösterreich und ist Gründer der Allianz für „Wandel mit Spirit“. Er begleitet Wachstumsprozesse von Organisationen, Teams und Personen.


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Der Artikel oben ist erschienen in der NEUEN STADT, März/April 2026.
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