10. Juni 2015

Karl Barth-Zentrum eröffnet

Von nst1

 Werk des protestantischen Theologen präsent halten

Die Universität Basel und die Karl Barth-Stiftung wollen die Forschung über das Werk des protestantischen Theologen Karl Barth (1886-1968) intensivieren. Deshalb eröffneten sie das Karl Barth-Zentrum für reformierte Theologie. Barth gilt als einer der bedeutendsten protestantischen Theologen des 20. Jahrhunderts. Das Zentrum soll einem Bericht auf dem Internetportal ref.ch zufolge dazu beitragen, sein Werk in Lehre und Forschung präsent zu halten und daraus Anregungen für Theologie, Kirche und Gesellschaft zu gewinnen.

Georg Pfleiderer, Professor für systematische Theologie und Ethik an der Universität Basel, betonte gegenüber ref.ch, die Gründung des Zentrums sei ein wichtiger Schritt, weil es die Herausgabe von Barths Werken, die Arbeit des Karl Barth-Archivs, aber auch die Präsenz von Barths Theologie in Lehre und Forschung auf eine neue leistungsfähige Plattform stelle. Das Zentrum wolle mit anderen Institutionen zusammenarbeiten, die sich ebenfalls mit dem protestantischen Theologen befassen.

Barth stammte aus Basel. Nach seiner Tätigkeit als Professor an mehreren Universitäten in Deutschland, von wo er von den Nationalsozialisten vertrieben wurde, war der Theologe von 1935 bis 1962 ordentlicher Professor für systematische Theologie an der Universität seiner Geburtsstadt. Neben seinem Hauptwerk, der unvollendet gebliebenen „Kirchlichen Dogmatik“, habe er ein literarisches Werk von außergewöhnlicher Breite hinterlassen, schreibt das Karl Barth-Archiv auf seiner Webseite.
gba

 

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Juni 2015)
Ihre Meinung ist uns wichtig, schreiben Sie uns! Anschrift und E-Mail finden Sie unter Kontakt.
(c) Alle Rechte bei Verlag Neue Stadt, München