Ma Ma, Väter und Töchter, Maggies Plan, Ein ganzes halbes Jahr

Vier neue Kinofilme 

Ma Ma – der Ursprung der Liebe
von Julio Medem
Magda ist 40, arbeitslos und verlassene Mutter, als sie ihre Krebsdiagnose erhält. Auf dem Fußballfeld ihres Sohnes lernt sie einen Talentscout kennen, den es hart traf: Arturo verliert Tochter und Ehefrau bei einem Unfall. Die beiden werden ein Paar, sind glücklich. Dann erfährt Magda, dass sie bald sterben muss. Mit Frische, Humor, Authentizität  begegnet sie dem Tod und versprüht Hoffnung. Eine Ode an das Leben. Das Licht herrscht über den Tod.
Sophia von Waechter

Väter und Töchter – Ein ganzes Leben
von Gabriele Muccino
Nach dem Unfalltod seiner Frau muss Katies Vater in die Psychiatrie. Ihre Tante kümmert sich und kämpft erbittert gegen den Vater um das Sorgerecht. Die Liebe zwischen Tochter und Vater hat einen schweren Stand. Er schreibt einen Bestseller über seine geliebte Tochter und stirbt.
Cut. Katie kümmert sich inzwischen als Psychologin um ein Waisenmädchen; aber auch für sie ist Selbstzerstörung das Überlebensmuster. Sie wagt es nicht, zu lieben. Wie lange noch?
Sophia von Waechter

Maggies Plan
von Rebecca Miller
Maggie, 30, erfolgreiche New Yorkerin, plant ihr Leben: ein Kind mit einem Samenspender, keine Familie. Dann begegnet sie dem Schriftsteller John, ihrer ersten Liebe. Alles kommt anders. Sie bilden eine Patchwork-Familie mit drei Kindern. Als die Krise den Alltag auffrisst, schmiedet Maggie ihren 2. Plan: John soll zu seiner Ex zurück. Alles sehr witzig inszeniert, eine wahre Komödie. Ein Film über das quirlige Leben und das Mysterium des Universums, die Liebe.
Sophia von Waechter

Ein ganzes halbes Jahr
von Thea Sharrock
Louisa pflegt William, der nach einem Unfall weder Arme noch Beine bewegen kann. Zunächst ignoriert der die lebensfrohe Frau, doch dann erkennen beide, wie gut sie einander tun. Reicht das, um William von seinem Plan, sein Leben zu beenden, abzubringen?
Emilia Clarke und Sam Claflin verleihen der Romanverfilmung viel Herz und Gefühl. Zum Thema Sterbehilfe und der Frage, wie behinderte Menschen in unserer Gesellschaft integriert sind, bleibt der Film jedoch oberflächlich.
Martin Parlasca

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Juli/August 2016)
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