9 Fragen an P. Felix Geyer
P. Felix Geyer

P. Felix Geyer
Jahrgang 1986, ist seit Oktober 2024 Leiter der Deutschen Schönstatt-Bewegung. Er ist Lehrbeauftragter für Sozialethik am Campus für Theologie und Spiritualität Berlin, einer Hochschuleinrichtung, die im Jahr 2023 von verschiedenen Ordensgemeinschaften und Bewegungen gegründet wurde. Er ist Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken und Schriftleiter der Zeitschrift „Regnum – Reflexion im Dialog“. Er ist Priester in der Gemeinschaft der Schönstatt-Patres.
Worüber ich herzlich lachen kann?
Über Wortwitze, die mich überraschen, und offenbar über mich selbst, denn manchmal wache ich lachend auf, weiß aber nur sehr selten, was da so witzig war. Aber so ein Start in den Tag tut gut.
Was mich ärgert?
Leider eine ganze Menge: Technik, die nicht funktioniert. Allein der Gedanke daran! Eigene Fehler und Versäumnisse und wenn ich merke, dass begabte Menschen (und das sind fast alle) aufgehört haben, an sich zu glauben.
Mein Lebensmotto?
Das wechselt in Kontexten und ist zurzeit eine Kombination aus meinem Primizspruch „Auf Dein Wort hin“ (Lukas 5) und „Vergiss nicht, es ist ein Privileg, jetzt mitzutun. Es werden Zeiten kommen, da wünscht du dich hierhin zurück.“
Meine Schwächen?
Kaffee. Gute Serien. Bücher anfangen und nicht fertiglesen. An den alltäglichen kleinen Dingen dranzubleiben. Zu schnell handeln.
Meine Stärken?
Schnell handeln. Kommunizieren (mehr als reden!), bis sich Wege öffnen. Neugier und Freude an Wachstum bei mir und bei anderen Menschen sowie an guten Prozessen. Und eine gehörige Portion Optimismus.
Mein Lieblingsort?
Der Berg Sion in Vallendar. Da sind Sonnenuntergänge und Sternenächte manchmal wie von einer anderen Welt.
Was für mich „Menschlichkeit leben“ bedeutet?
Zu glauben und manchmal auch nur glauben zu wollen, dass in jedem Menschen etwas Göttliches ist. Dann wird Heiliger Boden überall.
Woraus ich Kraft schöpfe?
Aus dem Grundgefühl, getragen zu sein, und aus gelingenden Wegen, aus persönlichen Wachstumsprozessen und Menschen, die mir vertrauen und die mitgehen.
Was mir Sorgen macht?
Polarisierungen und Spaltungen, die unumkehrbar scheinen. Wenn Menschen ihre Macht missbrauchen. Und wenn Menschen aufhören, an sich zu glauben.
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Der Artikel oben ist erschienen in der NEUEN STADT, November/Dezember 2025.
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