RÜCKBLENDE
Unsere Nachrichtenauslese
Foto oben: (c) Erzbistum Berlin/Jörg Farys (Ausschnitt)

Der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Jerry Pillay, hat alle Menschen christlichen Glaubens aufgerufen, die Einheit als göttliche Berufung und als praktische Notwendigkeit zur Heilung einer zerbrochenen Welt anzustreben: „Eine gespaltene Kirche hat keine Botschaft für eine gespaltene Welt“, sagte er den Teilnehmenden eines Kurses des ÖRK für die ökumenische Theologie-Ausbildung. Die Einheit der Christen sei unsere Pflicht, „denn damit leisten wir Jesu Gebet Folge, dass ‚sie alle eins seien.‘ In unserer Einheit verherrlichen wir Gott … und machen die Macht der Liebe sichtbar, die Schöpfung zu heilen und zu versöhnen.“
oikoumene.org
60 Jahre nach Veröffentlichung des Textes „Nostra aetate“ über das Verhältnis der katholischen Kirche zu anderen Religionen haben Fachleute verschiedener Glaubensgemeinschaften das Dokument als Meilenstein gewürdigt. Bei einem dreitägigen Fachkongress Ende Oktober 2025 an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom diskutierten Vertreter des Islam, des Judentums und ostasiatischer Religionen mit christlichen Theologen über Stand und Zukunft des interreligiösen Dialogs. Jüdische Gelehrte würdigten „Nostra aetate“ als bis heute höchst wirksam. Auch der Dialog zwischen dem Judentum und anderen Glaubensgemeinschaften habe seither Fortschritte gemacht.
unigre.it
Am Vorabend des 36. Jahrestags der „Samtenen Revolution“ (1989) haben die christlichen Kirchen der Slowakei gemeinsam um Vergebung für historische Verfehlungen gebeten. Die Feier in Bratislava wurde vom Ökumenischen Rat der Kirchen und der Bischofskonferenz der Slowakei angeregt. Die Kirchen baten um Vergebung für die mangelnde Einheit und Glaubwürdigkeit, für Schweigen und Kollaboration in Zeiten politischer Unterdrückung, für Missbrauch und Vertuschung sowie für das Versagen gegenüber Minderheiten. Der Zipser Bischof František Trstenský betonte: „Jeder Schritt zur Vergebung, auch ein kleiner, löst die Fesseln der Vergangenheit und öffnet den Raum für neue Anfänge.“
kathpress.at

Eine bunte Bank auf dem katholischen Friedhof St. Sebastian in Berlin-Reinickendorf: Auf ihr wird gesprochen, gelacht, getröstet und Kaffee getrunken. Die „Quasselbank“ ist eine Initiative vom Erzbistum Berlin und dem Bezirk Reinickendorf und möchte auf das menschliche Bedürfnis antworten, sich mitzuteilen. An einem Ort, an dem sonst Stille und Trauer herrschen, entsteht Nähe. Die Theologin Luzia Hömberg sitzt jeden Donnerstag zwischen 13 und 16 Uhr auf der Friedhofsbank. Viele seien froh, die Geschichte des Menschen erzählen zu können, um den sie trauern. Die Bedeutung der Person, die Liebe, die Verbundenheit dürfen so weiter lebendig und wirksam sein.
erzbistum-berlin.de
Laut UNICEF leidet ein Drittel der 14- bis 19-Jährigen in der Schweiz unter psychischen Problemen. Gerade zu Beginn einer Krise könne professionelle Unterstützung eine Krankheitsbildung verhindern, sagt Isabelle Noth, Professorin für Seelsorge, Religionspsychologie und -pädagogik in Bern. So hat sie mit Pfarrer Andreas Köhler-Andereggen den Zertifikatsstudiengang „Kinder- und Jugendseelsorge“ ins Leben gerufen. Es geht etwa darum, wie Kinder und Jugendliche die Welt wahrnehmen, welche Verarbeitungsmechanismen sie haben und wie altersgerechte Kommunikation gelingt. Den ersten Lehrgang haben 17 Teilnehmende abgeschlossen. Der zweite Lehrgang hat im Oktober 2025 begonnen.
ref.ch
Zur Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém haben 62 kirchliche Organisationen, darunter 46 aus Deutschland, bekanntgegeben, künftig Investitionen in die Kohle- sowie in unkonventionelle Öl- und Gasförderung auszuschließen. Dazu zählen die Evangelische Kirche in Deutschland, fast alle Landeskirchen, kirchliche Finanzinstitutionen und diakonische Werke. Die Zentraleuropäische Jesuitenprovinz, die Steyler Bank und die Pax-Bank für Kirche und Caritas verzichten vollständig auf Investitionen in fossile Brennstoffe. Weltweit haben seit 2013 über 1700 Institutionen ihren Rückzug aus fossilen Investitionen beschlossen.
weltkirche.de
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Der Artikel oben ist erschienen in der NEUEN STADT, Januar/Februar 2026 .
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