Historisch

Ökumenischer Rat der Kirchen tagte in China.

Ende November tagte der Exekutivausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) erstmals in China. Gastgeber waren der Chinesische Christenrat in Shanghai und die Patriotische Drei-Selbst-Bewegung, eine protestantische Kirche in der Volksrepublik China. In Nanjing traf der ÖRK-Exekutivausschuss Kirchenvertreterinnen und -vertreter. Außerdem besuchten die Ausschussmitglieder Minister Wang Zuoan, den Direktor der chinesischen Religionsbehörde in Peking, um mit ihm Gespräche über die Rolle der Religion und der Kirchen in China zu führen. Agnes Abuom, Vorsitzende des ÖRK-Zentralausschusses und des Exekutivausschusses, erklärte dabei: „Dies ist ein historischer Moment. Er ist ein Ergebnis der 25-jährigen Mitgliedschaft des Chinesischen Christenrates im ÖRK.“
In einer Presseerklärung des ÖRK heißt es zum Besuch in China: „Innerhalb von drei Jahrzehnten könnte China sich zur Heimat der weltweit größten Gruppe von Christinnen und Christen entwickeln. Seit sich das Land Ende der 1970er-Jahre zu öffnen begann, hat die religiöse Toleranz stetig zugenommen. 1949 gab es in China rund 700 000 Christinnen und Christen. Gegenwärtig zählt die größte chinesische Kirche, die Protestantische Kirche, über 38 Millionen getaufte Mitglieder, und sie wächst jährlich um rund 500 000 weitere in 60 000 Gemeinden.“
Der ÖRK-Exekutivausschuss tagt zweimal im Jahr, befasst sich mit aktuellen Programmen, genehmigt Pläne und überwacht den vom Zentralausschuss genehmigten Haushalt.
gba

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Januar/Februar 2017)
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