Unsere Nachrichtenauslese

Neues Freiburger Friedensinstitut der evangelischen Kirche in Baden beschäftigt sich mit „gerechtem Frieden“. Ziel sei, pädagogisch Grundlagen für eine bessere Welt zu schaffen und Strategien zu entwickeln, wie Kriege und andere gewalttätige Auseinandersetzungen verhindert werden könnten. Vermittelt werden soll eine Kultur der Gewaltfreiheit und des Friedens.
www.eh-freiburg.de/friedensinstitut/

Den Gottesbezug in die geplante neue russische Verfassung einfügen, das schlug der Moskauer Patriarch Kyrill vor. Auch Vertreter des russischen Islamrates hätten sich positiv zu diesem Vorschlag geäußert, berichtete die Agentur „asianews“. Der Vorstoß des Patriarchen steht im Kontext der umfassenden Verfassungsänderungen, die Präsident Putin im Januar in die Wege geleitet hatte.

Freikirchen in Österreich setzen starkes Zeichen. Beim ökumenischen Empfang im Januar in Wien reagierte Reinhard Kummer vom Rat der „Freikirchen in Österreich“ auf eine Vergebungsbitte, die Kardinal Schönborn im November im Blick auf die Verfolgung der Täuferbewegung ausgesprochen hatte. Kummer überreichte dem Kardinal nun einen Brief und zitierte daraus: „Ja, wir vergeben.“
Der Brief im Wortlaut: www.glaube.at

Gottfried Locher bekommt uneingeschränkten Zugang zum Bundeshaus. Der Präsident der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz hat vom Präsidenten der Christlichdemokratischen Volkspartei, Gerhard Pfister, einen entsprechenden Zutrittsausweis erhalten. Der Politiker begründete dies mit dem langjährigen wertvollen Austausch mit Locher und dessen Kompetenz in ethischen Fragen.

Klaus-Hemmerle-Preis 2020 an Anastasios Yannoulatos
Der Erzbischof der autokephalen (unabhängigen) Orthodoxen Kirche von Albanien nahm den Preis am 14. Februar in Aachen entgegen. Der in Deutschland wenig bekannte 90-Jährige ist in internationalen kirchlichen wie auch in den politischen Kreisen des ehemals kommunistisch geprägten Europas eine geschätzte Größe. In seiner Dankesrede plädierte er für eine „friedvolle Koexistenz in einer multi-religiösen Welt.“ Ein Satz über die Kraft der Liebe von Albert Einstein habe ihn fasziniert. „Jeder Einzelne trägt in sich einen kleinen, aber leistungsstarken Generator der Liebe, dessen Energie darauf wartet, befreit zu werden“, so der Physiker, „denn die Liebe ist die Quintessenz des Lebens.“
Die Laudatio hielt Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Er zeichnete ein reiches Bild des albanischen Bischofs, dessen Wege und Aufgaben ihn von Griechenland über Afrika nach Albanien geführt hatten, der mit Angehörigen anderer Religionen Beziehungen tiefer Wertschätzung aufgebaut und durch sein Beispiel gezeigt habe, dass „interreligiöser Dialog und missionarisches Engagement keine Gegensätze darstellen“ müssten. Seit er 1992 eingesetzt wurde, habe er sich unermüdlich und mit großer Umsicht für den Wiederaufbau der Orthodoxen Kirche in Albanien engagiert und sich auch „um den Abbau der vielen und starken Spannungen auf dem Balkan verdient gemacht“.
Den Preis verleiht die Fokolar-Bewegung alle zwei Jahre im Gedenken an Person und Vermächtnis des früheren Bischofs von Aachen an Persönlichkeiten, die als „Brückenbauer“ Dialog fördern.

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, März/April 2020)
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