24. August 2026

Hoffnung stärkend

Von nst5

Bisher war ich noch nie im Heiligen Land.

Und derzeit kann ich mir eine Reise dorthin auch nicht vorstellen. Vor Kurzem hatte ich jedoch die Möglichkeit, bei einer Zoomschaltung drei Menschen zu begegnen, die seit einigen Jahren dort leben. Sie haben erzählt, wie sie die Lage wahrnehmen, wie ihr Alltag aussieht, vor welchen Herausforderungen sie stehen. Etwas davon findet sich im Artikel über ein Schulprojekt.
Die drei sind Christen und mit der Fokolar-Bewegung verbunden. Deshalb ging es auch um den Dialog, den sie trotz allem führen. Darum, wie sie versuchen, Brücken zu schlagen, indem sie im Alltag Beziehung leben, und sich nicht vom herrschenden Freund-Feind-Denken vereinnahmen zu lassen. Nicht zuletzt kam auch zur Sprache, wie sehr gerade Christen Gefahr laufen, zwischen die „Fronten“ zu geraten. Ich würde sagen, ihr Blick auf die Lage war realistisch, nüchtern. Und trotzdem: Es blitzte Hoffnung auf. Am Ende ging ich gestärkt aus dem Abend hervor. Vielleicht weil ihr „Herzblut“ spürbar war?

Titelbild: (c) Magnific (magnific.com)

Ähnlich ging es mir bei dem Beitrag über das Engagement von Elisabeth Kempf. Darin kommen auch schreckliche Dinge zur Sprache, die junge Menschen und deren Familien erleiden mussten. Aber der entschlossene Einsatz der Pfälzerin schafft ein Gegengewicht dazu und trägt dazu bei, dass viele dieser jungen Männer wieder Hoffnung schöpfen. Ihr Zeugnis hat auch mir Hoffnung vermittelt.
Auch an anderen Stellen dieser Ausgabe habe ich Hoffnungsvolles wahrgenommen – nicht zuletzt in der sachlichen Einordung der Ereignisse in Ungarn durch Tibor Dömötörfi.
In den Beiträgen habe ich Energie, Kraft gespürt. Es geht um Menschen, die sich mit ganzem Herzen für eine Sache einsetzen, leidenschaftlich in gewisser Weise. Das setzt Energie frei, verschafft auch Klarheit und bewirkt etwas – in ihnen und in anderen. Nicht zuletzt Hoffnung.
Für viele von uns kommt mit dem Sommer auch die Zeit der Ferien. Vielleicht ist das verbunden mit einer Reise und den vielen positiven Aspekten, die das mit sich bringt und denen Sie auf den Seiten des Schwerpunktthemas nachspüren können. Egal, ob Sie sich in den kommenden Wochen zu einer längeren oder kürzeren Fahrt aufmachen oder – wie ich in der Zoomschaltung – „nur“ virtuell an einen anderen Ort aufbrechen: Ich hoffe und wünsche Ihnen, dass damit auch die Möglichkeit verbunden ist, wieder neu dem nachzuspüren, was in Ihnen brennt, was Ihnen Kraft und Energie schenkt – und woraus Sie Hoffnung schöpfen.
In diesem Sinn wünsche ich eine Hoffnung stärkende Sommerzeit,

Ihre
Gabi Ballweg


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Der Artikel oben ist erschienen in der NEUEN STADT, Juli/August 2026.
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