Rückblende
Unsere Nachrichtenauslese
+++ Die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen von Deutschland, Frankreich, Italien und Polen haben gemeinsam für ein starkes Europa geworben. „Die Welt braucht Europa“, heißt es in einer Erklärung mit dem Titel „Christinnen und Christen für Europa“. Denn: „Ein internationaler Rahmen stirbt und ein neuer ist noch nicht geboren.“ Ein der Gründungsidee verpflichtetes Europa werde die Rechtsstaatlichkeit achten, die Logik von Rückzug und Gewalt ablehnen und eine supranationale Lösung von Konflikten anstreben. Christinnen und Christen seien eingeladen, mit allen Bewohnern des Kontinents ihre Hoffnung auf universelle Geschwisterlichkeit zu teilen.
dbk.de

+++ Das „Café Himmelreich“ in Osnabrück will Menschen zusammenbringen. Jung und Alt, Groß und Klein sind in den Räumlichkeiten der St.-Michaeliskirche willkommen, um innezuhalten, ins Gespräch zu kommen oder einfach eine gute Zeit zu verbringen. Studierende können die Räume zudem als Coworking-Space nutzen – WLAN ist vorhanden. Kaffeemaschinen stehen zur Selbstbedienung bereit. Alles, was auf der Theke steht, darf verzehrt werden. Und: Gäste dürfen ihr eigenes Essen und ihre Getränke mitbringen. Niemand muss etwas bezahlen. Wer möchte und kann, gibt das, was sich gut anfühlt.
michaelis-os.de/Himmelreich

+++ In Zeiten verhärteter Diskussionen und abreißender Gesprächsfäden will die evangelische Kirche in Deutschland Räume für den Dialog öffnen. Deshalb führt sie die 2025 gestartete Initiative „Verständigungsorte“ fort. „Als Kirche bieten wir Räume, in denen Menschen reden, auch wenn sie unterschiedlicher Meinung sind“, erklärte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Kirsten Fehrs. Mehr als 200 solcher „Verständigungsorte“ finden sich auf der Website der Initiative. Dort gibt es auch Empfehlungen, Coachings, Impulse, Methoden und Material für die Öffentlichkeitsarbeit.
mi-di.de/verstaendigungsorte
+++ In einer gemeinsamen Erklärung haben die Führungspersonen der Anglikanischen Kirchengemeinschaft, des Weltrats Methodistischer Kirchen, der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen und des Lutherischen Weltbundes deutlich gemacht, dass sie „zutiefst bestürzt“ seien, dass es der Staatengemeinschaft nicht gelinge, Kriege wie etwa die Eskalation im Nahen Osten zu verhindern. Die Kirchenleitenden warnen, dass sich „die Welt einem gefährlichen Kipppunkt nähert“, einem Moment, ab dem „Gewalt zur Normalität und das Sterben und Leiden von Menschen und ganzen Bevölkerungsgruppen stillschweigend hingenommen wird“.
lutheranworld.org
+++ Die Regierung der Provinz Punjab in Pakistan hat erstmals Christen in ihr jährliches Ramadan-Hilfspaket aufgenommen. Mit dem Programm werden in der islamischen Fastenzeit Millionen von armen Familien unterstützt. Nach Angaben der Informationsministerin von Punjab, Uzma Bukhari, gehen die Hilfen der Regierung an etwa 4,2 Millionen Familien. Auch wohlhabende Familien und Wohltätigkeitsorganisationen organisieren Ramadan-Hilfspakete, die bisher fast ausschließlich auf Muslime beschränkt waren. Nun wurden Christinnen und Christen erstmals offiziell einbezogen. Sie machen knapp 1,4 Prozent der Bevölkerung Pakistans aus.
ucanews.com
+++ Die afrikanischen Bischöfe wollen polygam lebende Menschen in der Kirche besser begleiten. Zwar halten sie grundsätzlich daran fest, dass die Ehe eine lebenslange Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau sei, werben aber für einen pastoralen Ansatz der Nähe und des Zuhörens, ohne Personen in einer Vielehe zu verurteilen. Zudem wollen sie die Gleichberechtigung von Frauen und Männern fördern. In ihrem Schreiben wünschen sie eine Seelsorge, die die Würde der Frau stärkt. Die Frauen sollten nicht mehr gezwungen sein, aus materiellen Gründen nach dem Tod des Partners eine polygame Ehe mit einem Bruder des Verstorbenen einzugehen.
synod.va/en
Hat Ihnen der Artikel gefallen? Möchten Sie mehr von uns lesen? Dann können Sie hier das Magazin NEUE STADT abonnieren oder ein kostenloses Probe-Heft anfordern.
Der Artikel oben ist erschienen in der NEUEN STADT, Mai/Juni 2026.
(c) Alle Rechte bei Verlag Neue Stadt, München
Ihre Meinung interessiert uns: Schreiben Sie uns! Anschrift und E-Mail finden Sie unter Kontakt.