Wunsch und Wirklichkeit
Beobachtet und beschrieben von: Ulrike Comes
Hand aufs Herz: Wünschen Sie sich in einem heißen Sommer nicht auch manchmal einen Spaziergang im Schnee, obwohl Sie sich nach dem langen Winter doch so sehr über die Sonne und ihre Wärme gefreut haben?
Warum sehnen wir uns so häufig nach etwas, das uns scheinbar fehlt und was manchmal unerreichbar ist? Oft ist die Spannung zwischen dem, was wir haben und sind und dem, was wir gerne hätten und sein möchten, die Antriebskraft für Veränderungen; manchmal zerreibt sie uns aber auch.
Mir kommt das Gebet von Reinhold Niebuhr in den Sinn: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

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Der Artikel oben ist erschienen in der NEUEN STADT, Juli/August 2026.
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