3. April 2013

Das gab´s noch nie

Von nst1

Erfinder habe ich immer bewundert. Der Name James Watt ist untrennbar mit der Dampfmaschine verbunden; dank der Gebrüder Wright gab es das erste Motorflugzeug; das Radio geht auf Guglielmo Marconi zurück; der Schotte Alexander Fleming bekam für die Entdeckung des Antibiotikums Penicillin einen Nobelpreis; Thomas Alva Edison hat über tausend Patente angemeldet: Sie alle haben etwas geschaffen, das es noch nicht gab, haben etwas entwickelt, auf das zuvor niemand gekommen war, und sich damit bleibenden Ruhm erworben.
Eine Erfindung muss jedoch nicht etwas vollkommen Neues sein: Es reicht aus, etwas bereits Existierendes zu verändern. So kommt es, dass mittlerweile auch Pflanzen, Tiere, menschliche Zellen und Organe patentiert werden. Die gängige Praxis wirft Fragen nach dem Sinn und der ethischen Berechtigung auf. In unserem Gespräch erklärt Gentechnik-Experte Christoph Then, welche Interessen und welche Gefahren hinter den Patenten auf lebendige Organismen stecken.

Mit ihrer Kunst haben Paul Klee und Johannes Itten Gemälde geschaffen, die es so natürlich noch nicht gab. In ihrer Farbenlehre jedoch haben sie auf Modellen von Künstlern vor ihnen aufgebaut und diese weiterentwickelt.

Hat Chiara Lubich etwas gebracht, das es so noch nie gab? Die Gründerin der Fokolar-Bewegung starb am 14. März vor fünf Jahren. Wir haben einige Personen aus Religion, Politik und Gesellschaft gefragt, was sie ihnen heute noch bedeutet. In den Antworten scheint etwas von ihrer Einzigartigkeit auf.

Ist es zu riskant, ein Kind allein zur Schule oder zum Kindergarten zu schicken? Sollten wir es trotzdem tun, um seine Selbständigkeit zu fördern? Der fünfjährige Junge, von dem in der Familien-Rubrik die Rede ist, war jedenfalls stolz, als er zum ersten Mal ganz allein den Weg zu seinem Freund ging.  Ein unscheinbarer,  aber in den Augen der Eltern großer Schritt.

Eine große Überraschung war der Rücktritt von Benedikt XVI., denn etwas Vergleichbares hatte es Jahrhunderte nicht mehr gegeben. Respekt für seine Entscheidung drücken wir aus und erläutern die hoffnungsvollen Signale, die wir darin zu entdecken glauben.

Joseph Ratzinger sagte bei der Ankündigung seines Rücktritts zu den Kardinälen: „Ich bitte euch um Verzeihung für alle meine Fehler.“ Gerade die Zeit vor Ostern ist eine gute Gelegenheit zu überprüfen, wo ich jemanden um Verzeihung bitten könnte. Oder wem ich Verzeihung gewähren sollte. „Jetzt ist die Zeit, über einen Fehler zu lächeln“, heißt es im Anti-Stress-Fastenkalender „jetzt ist die Zeit, das Gute im anderen zu sehen“.

Ihr

Clemens Behr

P.S.: Auch das gab´s noch nie: Eine Spiele-Rubrik in der NEUEN STADT. Wir möchten Sie anregen, öfter mit anderen zu spielen! Denn Spielen entspannt und stiftet Gemeinschaft. In unserer neuen „SpielBar“ stellen wir ab jetzt in jeder Ausgabe Spiele vor, die mal für ältere, mal für jüngere, mal für gemischte Altersstufen spielbar sind. Zum Auftakt drehen sich alle Spiele um (Oster-) Eier.

(Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, März 2013 )
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